So speziell, so anders, so besonders, wie die Dänen TRUSTED FEW angepriesen werden, sind sie nun auch wieder nicht, denn wenngleich das den beiden EPs „Trusted Few“ und „Futatsu“ filgende Debütalbum Metalcore, seinen kernlosen Bruder, Funk, Indie, Rock, Screamo und Pop recht interessant und auf positive Art und Weise krude miteinander vermengt, so erscheinen die Songs allesamt ein wenig dreist von den jeweiligen Vorbildern abgekupfert.
Dies geschieht so exzessiv, dass man vor lauter Namedropping zu nichts anderem mehr kommt. Entsprechend zusammengepuzzlet wirken dann auch die elf Songs, doch das muss nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein, denn so bleibt zumindest der Überraschungsfaktor auf akzeptablem Niveau. Was aber tun, wenn nicht mal das gegeben ist?
Um nicht ganz unoriginell zu sein, sind bei den Skandinaviern gleich zwei Mikrofone im Einsatz, wobei Emogesang, Screams, Growls und Gebrüll die vier vokalen Eckpfeiler bilden. Doch sowohl Johan als auch Andreas agieren trotz Professionalität recht profan und gewöhnlich, und im Gesamten ist „And Then We Forgot“ im Gegensatz zum Cover schlichtweg unspektakulär.
FAZIT: Gut gemeint, aber unbefriedigend.
Punkte: 8/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 24.10.2011
Andreas
Johan, Andreas
Philip
Adam
Mighty Music
50:42
24.10.2011