Irgendwo zwischen QUICKSAND, AGAINST ME!, Punk Rock, ein klein wenig Emo, viel Indie Rock und Pop à la EMPIRE OF THE SUN oder leicht gehärteten ONE REPUBLIC hat sich dieses britische Vierergespann mit ihrem Debüt eine kleine Nische gesucht, in der es sich offensichtlich sehr gerne austobt. Doch es scheint ganz so, als ob sich die Band in einer kleinen Blase befindet und seine Umwelt komplett ausgeblendet hat.
Denn wenngleich die Songs extrem eingängig sind, so haben sie sich genau so extrem schnell wieder abgenutzt. Dies liegt einerseits daran, dass sich die Akkordfolgen und die Gesangsmelodien dermaßen ähneln, dass man immer wieder kontrollieren muss, ob man am Player nicht zufällig doch irgendwie versehentlich die Repeat-Funktion aktiviert hat.
Gelegentlich bekommen wir zwar auch mal eine Ballade von den Londonern geboten, doch die klingen dann auch nicht allzu anders - nur ruhiger und getragener. Obendrein nervt das gleichförmige Organ des Frontmanns Dan nach wenigen Songs so sehr, dass man ihm, wenn er live vor einem trällern würde, am liebsten den Mund mit extrastarkem Klebeband versiegeln möchte.
FAZIT: Als EP wäre es erträglich, aber so wenig Kreativität auf Albumlänge zeugt von mangelnder Begabung oder aber auch Faulheit. Nee, Buben, so wird das nichts.
Punkte: 6/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 23.09.2012
PJ Shepherd
Dan Bond, Josh McKenzie
Josh Mckenzie, Dan Bond
Joe Watson
Uncle M
37:10
21.09.2012