Totgeburt? Eintagsfliege? Fakt ist, dass ARANEYDA am 03. Februar diesen Jahres das Zeitliche gesegnet haben. Die Band, die im November 2011 aus einer Formation namens GRIMBLADE hervorgegangen war, hatte in der Zwischenzeit eine EP in Eigenproduktion herausgebracht, die den Titel "Disorder Unbound" trägt. Warum man die Band nun wieder zu Grabe getragen hat, wird auf der Facebook-Seite nicht erwähnt, tragisch ist der Verlust indes nicht.
Zeitgemäßer Metal, der im melodischen Death Metal verwurzelt ist und Elemente aus symphonischem Metal sowie dem Metalcore beinhaltet, wird auf "Disorder Unbound" geboten. Während Sänger Yves mit Brüllgrowls für die nötige Aggressivität sorgen soll - das gelingt jedoch nur ansatzweise, da seine Vocals recht beliebig sind - steuert Sängerin Patricia in den Refrains ganz passable Gesangslinien bei. Das typische Schema also, das keinerlei Innovationen beinhaltet. Stets begleitet von Keyboards, die nicht zu aufdringlich sind, spielt Gitarrist Denis melodische Riffs und Leads, die jedoch Einprägsamkeit vermissen lassen. Das Drumming ist ziemlich simpel gehalten, hier und da wird es auch ein bisschen holprig. Die vier Songs ähneln sich in der Machart recht deutlich, meist in gehobenem Midtempo bzw. leichtem Uptempo gehalten, eignen sie sich gerade so zum Mitwippen mit dem rechten Fuß. Hätte ARANEYDA weiterhin Bestand gehabt, wäre die erste Aufgabe gewesen, mehr Abwechslung ins Spiel zu bringen.
FAZIT: Eintagsfliege.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.03.2012
Patricia, Yves
Denis
Henning
Michael
Eigenproduktion
23:48
09.12.2011