Schön altbacken und dennoch zeitgemäß zelebrieren die fünf Kanadier ihre Version der klassischen Rockspielarten und beanspruchen erst gar nicht irgendwelche Etikettiereungen für sich. Sie kombinieren einfach das, was von den 60ern bis heute Rock im eigentliche Sinne ausmacht.
Alte Helden wie BRUCE SPRINGSTEEN und U2 bekommen demnach genau so viel Beachtung wie THE BLACK CROWES, FOO FIGHTERS, EMPIRE OF THE SUN, COLDPLAY (mit Eiern!), MUSE, Emo, Indie, Hard Rock, und bei „John Lennon“ wird bereits beim Songtitel klar, wo der Hase hängt, der Pfeffer die Locken hat, der Hammer läuft. Fast - bis man nämlich in Richtung Motown abwandert. Ein Heilmittel, das die Nordamerikaner nicht nur einmal auf ihrer neuesten Scheibe verwenden.
Die ARKELLS, mit einem phantastischen, charismatischen Sänger beschenkt worden, besinnen sich aber nicht auf das stoische Recycling der toten, lebenden und werdenden Legenden, sondern reißen sich regelrecht den Hintern auf, um richtig gute Songs zu schreiben. Und damit nicht genug: Egal, wie weit die Band in der musikalischen Chronik zurück greift - stets klingen die Songs unbeschwert und frisch.
FAZIT: Guter, zeitloser, facettenreicher Rock. Und was sich hier einige Absätze wie ein „How to floskel around“ liest, ist nichts weiter als eine ehrliche Bestandsaufnahme dessen, was man zwölf Songs lang zu Horen bekommt. Es ist einfach so.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.07.2012
Nick Dica
Max Kerman, Dan Griffin
Mike DeAngelis, Dan Griffin, Max Kerman
Dan Griffin
Tim Oxford
Dan Griffin (Mundharmonika, Percussion), Tim Oxford (Percussion)
The Organisation
42:57
29.06.2012