Ähnlich wie beispielsweise seinerzeit Blackheims BEWITCHED lassen die vor zwei Jahren gegründeten ARKHAMIN KIRJASTO die NWOBHM mit extremen Vocals kollidieren, wobei der stilistische Bogen hier deutlich weiter gespannt wird: JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN und SAXON sind zwar auch allgegenwärtig, doch selbst Glam Rock sind die Finnen nicht abgeneigt.
Was sich in der Theorie wunderbar liest, kann in der Praxis ganz schön daneben gehen. So schlimm ist „Torches Ablaze“ zwar keineswegs, allerdings stolpert das Duo manchmal durchaus etwas unbeholfen und tapsig durch seine zehn Songs, sodass der Grat zwischen Kult und Trash gerade mal so breit wie eine Tagliatelle ist. So richtig zum Schmunzeln verleiten letztendlich jedoch die Vocals, die so nicht ernst gemeint sein können. Gerade wenn es in Richtung Growls geht, hat man eher das Gefühl, hier blöke ein Teddybär mit Halsentzündung ins Mikrofon.
FAZIT: Für einen Retroabend durchaus spaßig, doch unter seriösen Aspekten doch reichlich irrelevant.
Punkte: 7/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.09.2012
Samae Koskinen
Samae Koskinen, Jussi Lehtisalo
Samae Koskinen , Jussi Lehtisalo
Samae Koskinen
Ektro Records
35:31
07.09.2012