Seit 1995 treibt sich das finnische Black Metal-Schwadron AZAGHAL bereits im Underground herum. Spätestens seit den letzten beiden Platten „Omega“ und „Teraphim“ sollte die Band dem interessierten Black Metal Fan ein Begriff sein, hat sich die Band doch mit Kontinuität einen Namen in der Szene gemacht. Gerade die bereits benannten letzten Veröffentlichungen von AZAGHAL konnten durchweg überzeugen.
„Nemesis“ ist eine klare Fortführung der bekannten Stilistik der Finnen, ohne dabei auf jedwede Art von Mainstream zu schielen. Gerade die Songs, die in finnischer Sprache gehalten sind, punkten durch Wiedererkennungswert – allem voran das coole 'Pohjoisen Valkoinen Kuolema', welches durch reminiszenten Refrain sofort im Hirn bleibt. Im Gegensatz zu den Vorgängern klingen diesmal allerdings viele Black Metal-Größen durch. Hier Marduk, dort alte Impaled Nazarene, man höre nur mal 'Hail The Whore' und sei nicht an 'Wolves (Untrodden Paths II)' erinnert.
Nichtsdestotrotz ist „Nemesis“ AZAGHAL in Reinkultur, das musikalisch keine Wünsche offen lässt. Zwischen gefälliger Raserei und fast melodischen Midtempo-Parts bietet die Band recht vielfältige Tracks, ohne dabei jedoch von ihrem Pfad abzukommen. Mag sein, dass „Nemesis“ nicht ganz die Größe seiner beiden Vorgänger erreicht, aber das macht dieses Album nur unbedeutend kleiner.
FAZIT: AZAGHAL-Fans bekommen auf „Nemesis“, klar was sie erwarten und mit einigen Abstrichen ist diese Platte dennoch ein gelungenes Stück schwarze Tonkunst geworden. Die Finnen sind alte Hasen und haben ein gutes Gespür für starke Songs. Wer der Band bisher etwas abgewinnen konnte, der wird 2012 abermals nicht enttäuscht. Die Botschaft ist klar: In diesem Sinne Prost, Satan und Blasphemie.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 19.02.2012
Niflungr
Niflungr
Narqath, JLNokturnal
Chernobog
Moribund Records
51:55
30.01.2012