Wie bereits auf dem Vorgängeralbum „XIII Ways To See“ erwartet den Haarschüttler die neun „Resolve In Crimson“-Songs toll produzierte, bravourös und souverän komponierte sowie hervorragend performte moderne Melodic-Death-Metal-Kost. Doch die Franzosen haben sich offenbar noch weiter in ihre kreative Sackgasse verrannt.
Bedenkt man, dass es sich bei der hier besprochenen Langrille um das mittlerweile achte Studioalbum handelt, ist das eine traurige Angelegenheit, denn wenngleich DESTINITY zur spielerischen Elite gehören, klingen sie albumübergreifend leider nach nicht viel mehr als einer guten Quasi-Coverband, die frühen IN FLAMES, DARK TRANQUILLITY, SOILWORK, SCAR SYMMETRY und Konsorten hingebungsvoll huldigt und hier und dort mit etwas Keyboardkitsch pimpt. Und so muss man sich die Frage stellen, wer außer völligen Genrelunatics einen weiteren Tonträger benötigt, der die mittneunziger Göteborgologie abhandelt, ohne dass auch nur der Ansatz eigener Akzente zu hören ist.
FAZIT: Für Melodic-Death-Nostalgiker und -Junkies mag „Resolve In Crimson“ wertiger Drogennachschub sein, doch ob man sich als hinsichtlich dieses Genres auch nur halbwegs gesättigter Zeitgenosse ein solch identitätsbefreites Standardwerk zulegen muss, sei mal stark angezweifelt.
Punkte: 8/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 10.11.2012
Dave
Mick, Morteüs
Seb v.s, Zephiros
Morteüs
Morteüs (Samples)
Lifeforce Records
42:35
16.11.2012