30 Jahre purer Teutonen-Thrash. Respekt vor so wenig Entwicklung.
O.K., das Frühwerk DESTRUCTIONs war nicht meines, erst mit Schmiers Rückkehr zur Jahrtausendwende faszinierte mich die Band, die ich aber nach „Metal Discharge“ 2003 wieder etwas aus den Augen verloren habe. Mit „Spiritual Genocide“ begeht man jetzt ganz offiziell den 30. Geburtstag, aber mit irgendwelchen Neueinspielungen alter Songs oder ähnlichem Schnickschnack gibt sich das Trio natürlich nicht ab, sondern liefert ein ganz normales Album ab. Und genau im Wortsinne meine ich es.
DESTRUCTION klingen nach DESTRUCTION, die Formel hat sich in den letzten Jahren nicht einen Millimeter geändert, vielleicht hat manchmal ein klein wenig Groove wie im großartigen „Riot Suat“ oder in „Under Violent Sladge“ Einzug gehalten, im Grunde bleibt aber alles beim alten: technisch gut gemachter Teutonen-Trash. Spaßig noch die ganzen Albumtitel-Zitate in „Legacy Of The Past“, kennt man aber eine Gesangslinie Schmiers, dann kennt man auch alle. DESTRUCTION klingen nach DESTRUCTION, solide, aber ohne Innovation. Und der alte Butcher durfte endlich auch mal wieder auf dem Cover ran.
FAZIT: Überlegt man, welch erfrischendes Album KREATOR mit „Phantom Antichrist“ abgeliefert haben, wirkt „Spiritual Genocide“ geradezu ein wenig altbacken. Sicher nicht das schlechteste, aber auch nicht das beste DESTRUCTION-Album.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 18.11.2012
Marcel "Schmier" Schirmer
Marcel "Schmier" Schirmer
Mike Sifringer
Wawrzyniec “Vaaver” Dramowicz
Nuclear Blast Records
41:23
23.11.2012