Übellaunig und nihilistisch wie immer zeigen sich die französischen DIRGE auch auf dem Nachfolger zum letzten Werk „Wings Of Lead Over Dormant Seas“, und am Grundrezept Posthardcore plus NEUROSIS/TRIBES OF NEUROT plus Doom- und Sludge-Schwere hat man auch für das fünfte Album „Elysian Magnetic Fields“ bestenfalls marginale Änderungen vorgenommen.
Doch DIRGE sind nicht durchgehend auf dem Negativtrip, und so erwachsen aus dem tieffrequent dunkelgrautönenden Klangmassiv immer wieder wunderschöne Melodien und zerbrechliche, hypnotische Cleangitarrnlicks. Auf Zerstörung folgt neues Leben, jenes wird radikal ausgelöscht, nur damit anschließend wieder welches erwacht. Das klingt alles nicht nach einer Neuerfindung, und das dürfte und sollte auch keiner von den Franzosen erwarten, da die nunmehr seit 1994 diesen Pfaden wandeln und ein gutes Recht darauf haben, es sich dort auch breit zu machen.
Dass dies natürlich etwas Routine mit sich zieht, überrascht da kaum. Ausreißer wie „Sandstorm“ bleiben da eher eine Seltenheit, und das bedeutet, dass „Elysian Magnetic Fields“ im Grunde genau das bietet, was der DIRGE-Jünger von seinen Göttern erhofft.
FAZIT: Volle Möhre depri, doch das ein oder andere Gänseblümchen, Bienchen oder glänzende Bächlein erleichtern die Entscheidung, doch nicht den Medikamentenschrank samt Inhalt aufzuessen, ungemein.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 24.04.2012
Christian M.
Marc T.
Stêphane L., Marc T.
Alain B.
Marc T. (Programming), Christophe D. (Samples)
Division Records
66:27
27.04.2012