Zurück zum Ursprung des Black Metals führen uns DØDSFALL. Ihre Old-School-Version der finstersten Sorte ist stark von der ersten Welle des Norwegischen Black Metals beeinflusst und liefert acht Tracks in ihrer reinsten Form ab. Ohne Schickschnack und Firlefanz bietet die Saitenfraktion eine solide Leistung, ohne jedoch wirklich eigene Nuancen zu entwickeln. Leider wirkt das Schlagzeugspiel auf Dauer etwas uninspiriert und nach dem x-ten Wechsel zum 'Uffta-Uffta' wird’s dann etwas schnarchig.
Musikalisch orientieren sich DØDSFALL sehr an alten EMPEROR, GORGOROTH oder auch an „For All Tid“ von DIMMU BORGIR. Allerdings wirkt ihr eigener Sound trotz aller Bemühungen an die Anlehnung an diese Epoche etwas zu sauber - fast zu differenziert. Bei aller Affinität für dieses Zeitalter des Black Metals schafft es „Inn i Mørkets Kongedømme“ nur selten, wirklich zu überzeugen: das Riffing ist zu beliebig, der Sound nicht dünn genug und insgesamt bekommt der Hörer eben nur die x-te Kopie dargeboten, die weder an die Originale heranreicht und ignorant jedweden Anspruchs trotzt, auch nur im Geringsten zu innovieren und etwas Neues zu erschaffen.
FAZIT: Wer sich Black Metal der 90er in einem 2.0-Soundgewand vorstellen kann und dem es nicht rumpelig und einfallsloser genug sein kann, der wird bei DØDSFALL's „Inn i Mørkets Kongedømme“ bestens bedient. Für den eigenen Eindruck soll der Song 'Svart Død' sorgen, den es auf YouTube zu hören gibt.
Punkte: 8/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 26.10.2012
Grave
V-Rex
Ishtar
unbekannt
Obscure Abhorrence
40:18
08.10.2012