In kaum mehr als einer halben Stunde wollen uns die New Yorker erneut davon überzeugen, zu ihrer „DA Nation“ überzuwandern. Doch auch auf ihrem neuen Album reihen sich profane Death- und Metalcore-Parts an ihresgleichen, und weil es gerade chic ist, dürfen ein paar Matheübungen nicht fehlen.
Hysterisches Geschrei und brutales Brüllgrunzen, Samples, Breakdowns, Grooves und eine massive Metalkeule sowie Hardcore-Workout, alles sehr professionell, alles gut und schön, zumal die sechs Herrschaften auch Humor im Gepäck haben - nach drei, vier Songs ist man allerdings des monotonen Bedienens der jeweiligen Szeneklischees überdrüssig geworden und ist immer wieder versucht, zum nächsten Song zu skippen.
FAZIT: Dieser Crossover wird von zahlreichen Bands deutlich origineller und aufregender praktiziert, und so fällt es auch bei DR. ACULAs fünftem Album nicht leicht, trotz eisernen Willens zuzuhören. Da wäre mehr drin gewesen – vielleicht täte den Jungs einfach mal eine niedrigere Veröffentlichungsfrequenz und mehr Arbeit am eigenen Stoff ganz gut? Drum: Dieser Longplayer ist wohl eher etwas für die absoluten Freaks dieser Stilkombination. Die dürfen die Punktzahl meinetwegen auch um mindestens vier Zähler nach oben korrigieren...
Punkte: 6/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.08.2012
Kevin Graffeo
Casey Carrano, Tyler Guida
Ricky Ostolaza, Bill Graffeo
Jesse Ciappa
Victory Records
31:34
22.06.2012