Wenn man so will, könnte man das, was die sieben Norweger, die sonst bei Bands wie STONEGARD, KRACE und KITE unterwegs sind, als rockigere und metallischere Version von AUDREY HORNE beschreiben. Das fängt bereits bei der Produktion dieses fünften Outputs – der erste international erscheinende übrigens – an und zieht sich bis in die Dynamik der Songs hindurch.
Kein Schnickschnack, lediglich einfallsreiche Songs, die so ziemlich jedes melodische Metalgenre abgrasen. Auch der Prog wird hierbei oft in Erwägung gezogen, und zwischen alledem wird hart und breitbeinig gerockt. Ja selbst dem Doom zeigen sich DUNDERBEIST nicht abgeneigt, wie „Lucifer Eyes“ gekonnt demonstriert.
FAZIT: Der Musik haftet diese typische norwegische Unterkühltheit und Kauzigkeit an, was den Zugang anfangs etwas erschweren mag, doch wenn man sich auf ein paar Durchgänge einlässt, wird man mit atmosphärisch dichten, clever arrangierten und mit starken Melodien ausgestatteten Songs belohnt. Da müssen wir erst gar nicht in romanlangen Reviews haarklein alles auseinanderklamüsern.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 18.02.2012
Kristian Liljan
Torgrim Torve, Åsmund Snortheim
Fredrik Ryberg, Ronny Flissundet
John Birkeland Hansen
Ole Alexander Liskerud (Percussion)
Indie Recordings
40:18
10.02.2012