„Die Mission der Band: Old School Rock mit Feuer und Donner zurückbringen“ kündigt das Promo-Schreiben an. Die Marschrichtung ist also vorgegeben und von der wird auch nicht abgewichen. Fast ein Jahr nach dem Debüt-Album legen THE GLORIA STORY die vorliegende EP nach,die vor allem am Sound der 70er Rockgrößen orientiert ist, oder, wie die Band selbst es beschreibt, „eine Ära feiert, als Bands sich noch umgezogen haben, bevor sie gespielt haben“. Jetzt mag man natürlich von Glam Rock und Artverwandtem halten, was man will- ich selbst halte eigentlich nicht viel davon. Aber gut, ich schreibe ja keine Live-Review und kann mich damit nur auf die Musik konzentrieren.
Gleich im Opener heißt es „Baby hold my hand“, es folgen knapp 13 Minuten an guter-Laune-Musik mit Neigung zum Retro. Hier könnte ich eigentlich auch schon aufhören zu schreiben, viel mehr gibt es fast nicht zu sagen. Ob man jetzt die Meinung „Tennis is nice“ teilt oder nicht- der Song geht ins Ohr, lässt den Fuß im Takt mitwippen und ist auch Anspieltipp. Außerdem findet sich noch ein Remix der ersten Single der Band, der die ursprüngliche Version tatsächlich verbessert, ohne merklich daran herumzudoktorn oder sie zur Unkenntlichkeit zu verzerren. „Lacie Heart“ setzt einen ruhigen Schlussstrich unter die EP, kommt aber auch nicht ohne altbewährte Rezepte aus (und das ist in dem Fall nicht mal schlecht gemeint).
FAZIT: Nicht übermäßig spektakulär, aber doch eine nett verbrachte Zeit mit oben erwähnter guter-Laune-Musik in älterem Soundkleid.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 07.06.2012
Joakim Ståhl
Joan Sallrot, Filip Rapp
Joan Sallrot, Filip Rapp, Carl Ahlander
Henrik Siberg
Wild Kingdom
12:52
25.05.2012