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The Re-Stoned: Analog

Stil: Stoner / Psych

Cover: The Re-Stoned: Analog

It's in the name … Was spielt eine Band mit dem Namen THE RE-STONED, und wem dient sie sich über den Titel „Analog“ an? Genau, es ist wieder einmal Zeit für speckige Schlaghosen und Bandanas.

Der Instrumental-Stoner der drei Russen – Ilya zockt auch bei den scheuklappenfreien Impressionisten RUSHUS – klingt nach ebenso vielen Veröffentlichungen lange genug abgehangen, um nicht als bloß klangliches Abziehbild auf schreiberisch dünnem Papier durchzugehen. In „Northern Lights“, der zigsten Hymne an bewusstseinserweiternde Rauchwaren, fällt die passend scheppernde Beckenarbeit genauso auf wie das Ohrwurm-Riff. Ein solches ziert auch das mit zehn Minuten etwas zu lang ausgefallene Folgestück – ein Lapsus, den sich die Nochmal-Gesteinigten wiederholt leisten. Über weite Strecken hinweg grooven und nudeln die Herren schlicht zu selbstverliebt herum (im psychedelischen Ruhepunkt „Crystals“ und dem Feedback-schwangeren, äh „Feedback“), was angesichts des fehlenden Gesangs und in Ermanglung anderer Klangfarben auf Dauer ermüdet. Die Vorgänger „Return To The Reptiles“ und „Vermel“ (gratis bei der Band zu bekommen) kamen in der Tat kompakter daher.

„Put The Sound Down Or Get The Hell Out“ könnten sich die Musiker also selbst schelten; jedenfalls ist dieses programmatische Stück einer der stärksten Momente auf „Analog“, versehen mit einem schmissigen Beat und flammenden Solos, die praktisch die menschliche Stimme ersetzen. „Music For Jimmy“ schlägt in die gleiche Kerbe, bloß mit Wah-Wah-Einsatz, wohingegen der Abschlusstrack, bei dem man sich dem Titel gemäß einen fetten, kleinen Nöck bei seinem dämonischen Nachtwerk vorstellen kann, beide Komponenten des RE-STONED-Sounds verbindet: Die Mannen bleiben gemächlich, hangeln sich jedoch an einem motivischen Faden ins Ziel, ohne die 14 Minuten mit Füllmaterial zu belasten. Geht doch …

FAZIT: What you see is what you get – Cover und Bildersprache sagen bei THE RE-STONED alles und erinnern daran, welch gute, wenngleich überwiegend wenig originelle Psych-Space-Stoner-Tralala-Szene Mütterchen Russland großzieht. Die Elektrohasch- bis Nasoni-Drogenfahnder wissen, was sie an „Analog“ gut finden. Wer Probleme mit der Beschaffung hat, schaut beim Kozmik-Mailorder vorbei.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 03.07.2012

Tracklist

  1. Northern Lights
  2. Analog
  3. Put The Sound Down Or Get The Hell Out
  4. Crystals
  5. Feedback
  6. Music For Jimmy
  7. Dreams Of Vodyanoy

Besetzung

  • Bass

    Vladimir Nikulin

  • Gitarre

    Ilya Lipkin

  • Schlagzeug

    Vladimir Muchnov

Sonstiges

  • Label

    RAIG

  • Spieldauer

    61:36

  • Erscheinungsdatum

    21.04.2011

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