Gut meinen es die Hildener ja. Ihren an Abwechslung nicht armen, namedroppingfeindlichen Bastard aus Alternative und Indie Rock bereichern die Geisterspinnen mit 70er-Flair, was dem ganzen eine leicht psychedelische Note verleiht. Statt auf heftige Kompression und OP-Saal-Produktion zu setzen, hat man die Musik zudem in ein organisches, trockenes Gewand gehüllt, wodurch ein Livefeeling entsteht, das man auf Konserve leider nur noch selten vorfindet.
Die Stimme des Sängers M. Reeve kann allerdings recht schnell das Nervensystem sabotieren, da der Meister der Membrane ein wenig relativ ziemlich sehr säuselig und monoton sein Textgut wiedergibt. Auch das Songwriting will nicht immer überzeugen - THE SPIRITSPIDERS tun sich damit schwer, einerseits auf den Punkt zu kommen, andererseits ein Ende zu finden, und so wirken manche Nummern künstlich in die Länge gezogen.
FAZIT: „A Voice In The Sky“ besitzt viel Charme, doch immer wieder verzetteln sich die Jungs im Nirgendwo, reißen beinahe die Hürde des Anspruchs an sich selbst, wodurch die Buben manchmal das Bild eines tapsigen Bärenjungen vor das innere Auge projizieren.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 25.09.2012
Toni G. Stephan
M. Reeve
René Michalski, Samy Oeder, Mycha Schekalla
Constantin Lügering
Spiritspiders Entertainment
63:45
17.09.2012