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Threshold: Critical Mass (Re-Release)

Stil: Progressive Metal

Cover: Threshold: Critical Mass (Re-Release)

Mit der Wiederveröffentlichung des sechsten THRESHOLD-Albums erscheint eine weitere „Definitive Edition“ im Fahrwasser der neuen Hit-Scheibe. Wiederum fehlt die Multimedia-Sektion des ersten Re-Release, dafür gibt es ein mehr oder weniger exklusives Live-Stück (sehr treffend eingefangen) neben den beiden bekannten Bonustracks und guten B-Seiten „Do Unto Them“ beziehungsweise „New Beginning“.

Nach „Critical Mass“ nahm Bassist Jeary seinen Hut, hier glänzt er noch einmal im rhythmisch beeindruckenden „Falling Away“, wobei generell gerne übersehen wird, wie ausgezeichnet die Instrumentalisten harmonieren. Der Grund dafür? Natürlich das Melodiegespür von Groom und West (man achte auf die subtil virtuosen Keyboard-Einwürfe) sowie die unschlagbare Stimme von Mac. Wenn er im früh auftauchenden Epos „Choices“ während des wie immer monströsen Refrains „„If I die again“ intoniert, ist Gänsehaut garantiert. Ansonsten macht sich im Hause THRESHOLD zunehmend Düsterkeit breit, verbunden jedoch mit dem untrüglichen Verständnis der Gruppe für fantastische Arrangements, die sowohl den eingängigen Opener „Phenomenon“ als auch die längeren Stücke ausmachen.

An erster Stelle steht in diesem Zusammenhang der Titelsong mit fast einer Viertelstunde Spielzeit. Hier beweisen sich Threshold als meisterliche Gratwanderer zwischen Prog Rock und Metal ohne Seitenblicke auf andere Genres, dafür aber mit dem Schmelz, der bodenständige Gitarrenmusik zeitlos macht, sowie der Intelligenz, ohne die so verschachtelte und harmonisch vielfältige Kompositionen unmöglich wären. Zu den weiteren Standouts gehören das von einem AOR-Chorus gekrönte, davon abgesehen bleierne „Fragmentation“, die mit beeindruckenden Klangfarben aufwartende Dynamikstudie „Echoes Of Life“. Die Ballade „Avalon“ lädt wenigstens zum Schmachten ein, doch weitere Abfälle verzeichnen die Briten nicht.

FAZIT: THRESHOLD beherrschen die elegante Verzahnung von dicht arrangierten Passagen und lichten, nur vom Gesang getragenen Parts wie keine andere Band. Wer erst mit „March Of Progress“ auf sie gestoßen ist, sollte diese Wiederveröffentlichung besitzen – oder die frühere, die dieser kaum nachsteht.

Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.11.2012

Tracklist

  1. Phenomenon
  2. Choices
  3. Falling Away
  4. Fragmentation
  5. Echoes Of Life
  6. Round And Round
  7. Avalon
  8. Critical Mass
  9. Do Unto Them
  10. New Beginning
  11. Echoes Of Life (Live in Switzerland)

Besetzung

  • Bass

    Jon Jeary

  • Gesang

    Andrew McDermott

  • Gitarre

    Karl Groom, Nick Midson

  • Keys

    Richard West

  • Schlagzeug

    Johanne James

Sonstiges

  • Label

    Nuclear Blast / Universal

  • Spieldauer

    78:25

  • Erscheinungsdatum

    16.11.2012

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