Die Geschichte der US-Hardrocker von TRIXTER ist so außergewöhnlich nicht: Nach respektablen Erfolgen Ende der 80er/Anfang der 90 Jahre schiebt man den anschließenden Abstieg dem bösen Grunge in die Schuhe und löst sich Mitte der 90er frustriert auf. So weit, so normal, und auch wenn TRIXTER mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum 1990 in ihrer Heimat Goldstatus erreichten, reichte ihr Ruhm nicht bis auf den alten Kontinent, so dass die Reunion vor einigen Jahren hierzulande nur wenig Staub aufwirbelte.
Ob sich das jetzt mit dem Release ihres Comeback-Album ändern wird? Es ist nicht unbedingt zu erwarten, aber verdient hätte es „New Audio Machine“ fraglos, denn elf Tracks lang wird dem guten, alten 80er-Jahre-US-Hardrock gehuldigt. MÖTLEY CRÜE, KISS, SKID ROW und Konsorten schimmern an jeder Ecke durch, und, na klar, hier wird der Rock nicht neu erfunden oder irgendwelche Innovationen dargeboten, doch spielt das keine Rolle: „New Audio Machine“ macht Spaß.
„Dirty Love“ wäre unter Garantie 1987 ein MTV-Nummer-1-Hit gewesen (mit dem entsprechenden Video voller leicht bekleideter Schönheiten, versteht sich), „Tattoos & Misery“ ist ein Hookmonster mit passendem Ohrwurmrefrain vor dem Herrn, „Live For The Day“ eine Laid-Back-Hängemattennummer, und wer bei „Save Your Soul“ nicht nach dem zweiten Hördurchgang „Rock And Roll Will Save Your Soul“ mitgröhlt, der sollte sich doch lieber mit Kammermusik beschäftigen.
FAZIT: Wirklich vermisst haben dürften TRIXTER in deutschen Landen nur die wenigsten, doch wer „New Audio Machine“ verpasst, der wird im deutschen Sommer 2012 definitiv weniger Spaß haben.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 16.04.2012
P. J. Farley
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Steve Brown, Peter Loran
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Frontiers
43:44
20.04.2012