Wieso müssen manche Bands bereits kaum zwei Jahre nach ihrer Gründung gleich mit einem Tonträger aufwarten? Wieso üben diese verdammten Kapellen nicht erst einmal in ihren verdammten Proberäumen so lange, bis sie dazu in der Lage sind, ihre verdammten Instrumente halbwegs fehlerfrei zu beherrschen?
ANNABELS ASHES haben sich 2011 gegründet und sounden laut Bandinfo like TIGER ARMY, MISFITS, BLITZKID, CALABRESE oder AFI. Das stimmt auch einigermaßen, jedoch geben sie bestenfalls eine drittklassige Kopie jener Truppen ab. Treffen den Takt gelegentlich nicht. Haben zwei Sänger in ihren Reihen, die sich in ihrer höchst durchschnittlichen Leistung nichts nehmen. Pöteln extrem gleichförmige Songs ohne Tief- und Höhepunkte daher.
Offensichtlich hatte gerade der Schlagzeuger ernsthafte Probleme beim Eintrommeln des Zwanzigminüters gehabt, denn anders lässt es sich kaum erklären, dass das Schlagzeug wie programmiert oder stark getriggert und quantisiert klingt: Eine Bassdrum wie ein auftitschender Basketball, eine Snare wie ein ausgeschlagenes nasses Handtuch und eine Hi-Hat, als sei einem der Teelöffel zurück in die Besteckschublade gefallen.
Schlimm auch: Da hat man für den Albumtitel schon so eine schicke Schrift ausgesucht, und dann wurde er auch noch falsch geschrieben, nämlich "Revanant" statt "Revenant"...
FAZIT: Eine Drittelstunde Zeitverschwendung.
Punkte: 4/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.02.2013
Renfield
Erik Destler, Dr. Vanacutt
Erik Destler, Dr. Vanacutt
The Hessian
Cactus Rock Records/Clusterpunk Records
20:24
2012