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Astro Sonic: Come Closer And I'll Tell You

Stil: Improvisation / Ambient / Soundtrack

Cover: Astro Sonic: Come Closer And I'll Tell You

In der norwegischen Fortschrittsjazz-Schmiede haben Musiker von MARVEL MACHINE, GRAND GENERAL und THE CORE sowie LORD KELVIN gemeinsam mit Susanne Sundførs Drummer einen introvertierten Krautbrocken zusammengehämmert ... wobei das Verb vielleicht nicht gänzlich zutrifft, denn ASTRO SONIC sind eher leisen Tönen zugetan.

Ob perlende Analog-Synthesizer vor zart schreitende Pauken-Puls ("Orbiter") oder überlagerte Soundflächen und sonst nichts wie in "Shoal", dem zweitlängsten dieser zumeist knapp gefassten Tracks - Lieder schreiben ASTRO SONIC nicht. Das selbst in seinem Harmonie-Reichtum gebrochene "Analogue Karma" geht eventuell noch als solches durch, weil man sich an Motiven festhalten kann, die anderswo fehlen. Viele Stücke erweisen sich als Interludien beziehungsweise Intros ("Retrodynamics", "437,7 Days"), die sich auf wenig mehr als Rauschen belaufen, ausgenommen das ebenfalls kurze, arrhythmische Doppel aus "Magnavox" und "The Shell Falls Rapidly And Splashes Into The Sea", beides praktische unerträglicher Ausschuss.

Schlichte Beats "The Electric Airbag Police", allenthalben melodische Ansätze prägen das Bild, ehe sich "Fairy Queen" als einziger im Ansatz groovender "Song" erweist. Erwartet man allerdings keine konventionelle Musik, entdeckt man auf diesem im wahrsten Sinn des Wortes atmosphärischen Album möglicherweise dieses oder jenes Neuland. "No Satisfaction At All" also für Konventionshörer? Beinahe, ja ...

FAZIT: Nicht alles auf "Come Closer And I'll Tell You" (Komm näher, und ich verpass dir einen Satz blutiger Ohren?) lässt sich mit avantgardistischer Vision entschuldigen und ist schlichtweg Klangkäse. Für ihre ansonsten stimmungsvollen Halb- bis Dreiviertel-Improvisationen sei ASTRO SONIC jedoch ein verhaltenes Lob ausgesprochen. Wer für aufgenommene Geräusche Geld bezahlt, darf dies auch hier tun und erhält wenigstens einen geringen Mehrwert.

Punkte: 6/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 31.08.2013

Tracklist

  1. Retrodynamics
  2. Orbiter
  3. The Electric Airbag Police
  4. 437,7 Days
  5. Magnavox
  6. The Shell Falls Rapidly And Splashes Into The Sea
  7. Lander
  8. Shoal
  9. No Satisfaction At All
  10. Analogue Karma
  11. Fairy Queen

Besetzung

  • Bass

    Rune Nergaard

  • Keys

    Erlend Slettevoll, Rune Nergaard, Gard Nilssen

  • Schlagzeug

    Gard Nilssen, Rune Nergaard

Sonstiges

  • Label

    Hubro

  • Spieldauer

    35:00

  • Erscheinungsdatum

    28.06.2013

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