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Avenged Sevenfold: Hail To The King

Stil: Heavy Metal / Hardrock

Cover: Avenged Sevenfold: Hail To The King

AVENGED SEVENFOLD haben einen weiten Weg bestritten - von der dahergelaufenen Metalcore-Nachgeburt über Glam- und Prog-Koketterie bis zum ganzheitlichen Bastard aus alledem im postmodernen Sinn. Dafür steht nun "Hail To The King", ein keineswegs ironisch gemeindes Patchwork aus allem, was dem Mainstream während der letzten 20 Jahre an harten Gitarren gefallen hat.

Ein bisschen DISTURBED ohne allzu viel Pathos (abgesehen von den Ballädchen "Crimson Day" und "Acid Rain" mit Streichern, zu denen man einst Feuerzeuge geschwenkt hätte wie bei Axls "November Rain") schwingt gelegentlich noch mit, aber im Grunde genommen zockt die Band Melodic Rock, eben bloß mit zaghaften Stakkato-Anleihen wie im stampfende Titelstück. M. Shadows' Samtstimme bleibt die Visitenkarte der Combo, und maßgeblich für ihren Stil erweisen sich praktisch reine Eighties-Schmeichler wie "Shepherd Of Fire". Ständig fühlt man sich an irgendeine andere Band erinnert, deren Namen aber nicht einfallen möchte, was vermutlich für A7X spricht.

Das Tempo anziehen dürften die Musiker häufiger so wie während "Doing Time" oder "Coming Home", während aufdringliche Refrains alle Stücke auf "Hail To The King" zieren, wobei "This Means War" zum Recken der Fäuste animiert, ohne dass man den der Rührung geschuldeten Klos im Hals herunterschlucken könnte. Man darf das mit Neoklassik liebäugelnde "Requiem" ebenso behäbig finden wie das mit Keyboards und Zwillings-Gitarrenharmonien betont atmosphärisch gestaltete 'Heretic', doch was AVENGED SEVENFOLD machen, erfolgt mit Klasse und ohne den Eindruck zu erwecken, man habe sich aus einem Setzkasten bedient - siehe nicht wenige andere Konsens-Truppen aus dem US-amerikanischen Zeitgeist-Rock bis -Metal.

FAZIT: "Hail To The King" ist nüchtern betrachtet eine ganz normale Heavy-Rock-Scheibe mit durchweg guten Kompositionen, die keinen Originalitätspreis verdient und auch den Hype um AVENGED SEVENFOLD nicht rechtfertigt. Dessen ungeachtet macht sie aber Spaß, und falls die Band hiermit zur Einigung von Hörergenerationen beitragen möchte, darf man ihr einen gelungenen Versuch in diese Richtung bescheinigen. Begeisterungsstürme wie anderswo? Nein.

Punkte: 9/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.09.2013

Tracklist

  1. Shepherd Of Fire
  2. Hail To The King
  3. Doing Time
  4. This Means War
  5. Requiem
  6. Crimson Day
  7. Heretic
  8. Coming Home
  9. 9. Planets
  10. Acid Rain

Besetzung

  • Bass

    Johnny Christ

  • Gesang

    M. Shadows

  • Gitarre

    Synyster Gates, Zacky Vengeance

  • Schlagzeug

    Arin Ilejay

Sonstiges

  • Label

    Warner

  • Spieldauer

    53:24

  • Erscheinungsdatum

    23.08.2013

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