2009 unter dem Namen DOWN UNDER CITY SURFERS gegründet, heißt das Trio heute nur noch DUCS. Es kommt aber nicht aus Australien, sondern aus Hannover. Surfer sind die drei Jungs ebenfalls nicht und trotz des Coverartworks der EP "Ductape" pflegt man zu Enten keine besondere Beziehung. Bleibt also nur noch die Frage, was das alles mit dem titelgebenden Universalklebeband (besser belannt als Panzertape) zu tun hat. Und wie die Musik so klingt.
Die rhythmusgebenden Brüder und ihr deutsch-amerikanischer Frontmann spielen beinahe zeitlosen (Alternative) Rock mit Grunge-Einflüßen und ohne überflüssigen Schnörkel. Der etwas plakative Opener "Oldschool" ist stampfender Rock mit DANKO-JONES'scher Großschnäuzigkeit, das folgende "Get Up 'n' Go!" dynamischer Alternative mit gutem Refrain. Das Stoner-Riff von "J0hn Do3" führt in einen ernster wirkenden Song mit ganz interessantem Spannungsaufbau ein, während das ruhigere "23" dann am ehesten nach Grunge im Sinne von SOUNDGARDEN und ALICE IN CHAINS klingt. Das melancholische, trotzdem flotte "Let It Die" ist der intensivste Song der EP, den Abschluss macht mit "Fade" eine Nummer, bei der wieder die Band von Chris Cornell hörbar Pate stand.
FAZIT: DUCS spielen auf ihrer Debüt-EP guten Rock, dem man die niedersächsische Herkunft nicht anhört. Das Trio hat ein mehr als ordentliches Snogwriting auf Lager, instrumental ist alles im grünen Bereich und der leicht raue, melodische Grunge-Gesang passt auch prima dazu. Weiter so.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 23.06.2013
Malte Schalk
Christian Kretzschmar
Christian Kretzschmar
Sören Schalk
Timezone
21:37
07.06.2013