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Simulacrum: The Master And The Simulacrum

Stil: Progressive Metal

Cover: Simulacrum: The Master And The Simulacrum

Diese jungen Finnen spielen Progressiv-Metal und sehen ihre Musik selbst in der Mitte zwischen DREAM THEATER und SYMPHONY X. Das liest sich tatsächlich weitaus weniger originell als das Ergebnis klingt. Zwar könnte man den Frickelfaktor einerseits und die eingängigen Gesangsmelodien andererseits den beiden genannten Referenzen zuordnen, aber letztlich ist die Musik weitaus eigenständiger als die vieler anderer Bands des Genres. Das liegt zu einem am Gesang von Niklas Broman, der mal nicht klingt wie ein LaBrie-Clon und die komplexen Kompositionen mit originellen Gesangslinien zusammenhält. Besonders gut gelingt ihm das bei „Master And The Simulacrum“, „The Depraved“ oder „The Beginning Of Nothing“. Zudem verarbeitet die Instrumental-Fraktion etwas mehr 70er-Prog-Einflüsse als die Konkurrenz, insbesondere bei den Keyboards, gleichzeitig gibt es aber durchweg das volle Metal-Brett.

Was die technischen Fertigkeiten angeht, brauchen sich die Herren-Nachwuchsmusiker vor ihren Vorbildern überhaupt zu nicht verstecken. Das ist schon höchst eindrucksvoll, was sich die Jungspunde da zusammenspielen. Hie und da übertreiben sie es aber mit der Prahlerei und dann wird es auch schon mal etwas zäh wie z.B. dem Instrumental „Flagiston“ oder bei einigen Passagen der längeren Songs gegen Ende des Albums. Weniger ist halt manchmal doch mehr. Bei dem balladesken „Autumn Rain“ ist dagegen der Titel Programm und dementsprechend der Kitch-Faktor einen Tick zu hoch. Trotzdem überwiegt insgesamt kompositorisch das Licht den Schatten und man darf nicht außer Acht lassen, dass sich hier immerhin um ein Debut-Album handelt.

Am Sound gibt es auch wenig zu mäkeln, sodass eine bedingte Kaufempfehlung durchaus zu rechtfertigen ist.

FAZIT: Da wächst eine vielsprechende Band im hohen Norden heran, die sowohl eingängige Songs schreiben als auch an ihren Instrumenten glänzen kann. Von SIMULACRUM wird man sicher noch einiges hören, wenn es den Finnen noch besser gelingt, sich auf ihre Stärken zu konzentrieren.

Punkte: 9/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.02.2013

Tracklist

  1. Master And The Simulacrum
  2. The Depraved
  3. Battle Within
  4. Hammerhead
  5. Flagiston
  6. Autumn Rain
  7. The Beginning Of Nothing
  8. Genesis Part 1: The Celestial Architect

Besetzung

  • Bass

    Olli Hakala

  • Gesang

    Niklas Broman

  • Gitarre

    Nicholas Pulkkinen

  • Keys

    Christian Pulkkinen

  • Schlagzeug

    Markus Wallasvaara

Sonstiges

  • Label

    Inverse Records

  • Spieldauer

    49:42

  • Erscheinungsdatum

    21.01.2012

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