Einen angenehm schrulligen, ja fast drolligen Mix aus Americana, Folk, Bluegrass und Punk Rock präsentiert das 2004 gegründete Gespann aus San Francisco, das einst als Akustiktrio begann und nun zum Septett herangewachsen ist.
Stets mit Vinylknistern hinterlegt, juckeln THE FUCKING BUCKAROOS auf ihrem Zweitling hochgeschwind durch kurzweilige Songs, die vollgepackt sind mit kleinen technischen Raffinessen, ohne dass man hinsichtlich Eingängigkeit Einbußen befürchten muss. Ein paar musikgeographische Abstecher nach Irland bescheren diesem „squaredance on speed“-Album einen großen Teil der Vielseitigkeit, aber auch urige „O' Brother, Where Art Thou?“-eske Momente („Toto James“, „Headin' Back“) sowie fast schon slapstickähnliche Einlagen sorgen für Frische und sich hebende Mundwinkel. Auch lustig ist, wie die Jungs und Mädels in diversen ihrer Songs fremde Genres verhohnepiepeln. Selbst Black Metal bekommt sein Fett weg.
Die Amerikaner stecken mit ihrem Enthusiasmus ungemein an, sodass man sich bald dabei erwischt, sich wie auch immer zu der lebendigen, launigen Musik zu bewegen. Schön ist auch, dass es der Band mühelos gelingt, die jeweiligen Szenestereotypen zu umschiffen.
FAZIT: Selten so eine unverkrampfte Yeehaw-Scheibe gehört. Man hört „II“ und es geht einem gut. Medizin, „ohral“ verabreicht also.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.02.2013
Thomas Puhek
Richard Pugh, Tim Sandberg, Andrew Appleton, Thomas Puhek, Suzie Leni, Wendi Pei
Richard Pugh, Tim Sandberg
Andrew Appleton
Quincy Atkinson (Posaune), Richard Pugh (Mandoline), Tim Sandberg (Banjo, Akkordeon), Andrew Appleton (Trompete)
Out Of My Mind Records
30:18
18.01.2013