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The Last Warning: Progression

Stil: Metal

Cover: The Last Warning: Progression

Sieben Jahre sind seit der zweiten Albumveröffentlichung der Österreicher vergangen. Und der Sound hat sich in dieser Zeit von der damaligen Hardcore-Schlagseite in die thrashlastigen Gefilde bewegt. Scheinbar auch kein Fehler, denn ein erster kurzer Höreindruck aus den älteren Alben hegt gewisse Zweifel, ob diese Ausrichtung wirklich die richtige gewesen wäre. Auf „Progression“ hat man sich dann glücklicherweise wieder etwas mehr auf die erwähnten thrashigen Elemente eingelassen, die auch in den Vorgängern die stärkste Seite der Band waren. Dafür scheinen die melodischen Parts im Vergleich zum direkten Vorgänger wieder ein bisschen zurückgeschraubt worden zu sein. Ist aber auch nicht zwangsweise die schlechteste Änderung.

Kurz und knapp geht es auf dem neuesten Werk zu, kein Song erreicht die 4-Minuten-Marke. Verhindert zu langes Abschweifen und sorgt für ein über fast die komplette Laufzeit anhaltendes Tempo. Allerdings kann es gerade auch dann passieren, dass die Songs recht schnell vorbeiziehen. Liegen zwischen dem letzten Hören der Scheibe und dem Beginn des Tippens dieser Rezension nicht ganz zwei Tage, musste der Verfasser dieser Zeilen doch nochmal das Album einzulegen, weil die Songs schlicht nicht mehr präsent waren. Bei diesem Durchgang wurden die Strukturen und Riffs dann doch wieder erkannt- aber wirklich hängen geblieben sind sie dann auch nicht. Und eben dieser Punkt der eher geringen Haltbarkeit ist auch das größte Manko von „Progression“. Sicher kann man der Band nicht vorwerfen, ihr Handwerk nicht zu beherrschen, ausschließlich auf Klischees herumzureiten oder über die Dauer zu nerven, im Gegenteil. Gerade unter den ersten Stücken finden sich das ein oder andere Zuckerstückchen, beispielsweise „Devil Inside“. Schnell und zielsicher feuern die Gitarrenläufe sich durch den Song. Und gerade an den Stellen, in denen es zackig und präzise zugeht, zeigen die Steiermarker ihre größten Stärken.

FAZIT: Was bleibt, ist ein ordentliches Stück Metal, sauber präsentiert, aber mit zu wenig Begeisterungsmerkmalen, um in den zweistelligen Wertungsbereich zu rutschen.

Punkte: 8/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 25.06.2013

Tracklist

  1. The Beast
  2. Devil Inside
  3. Progression
  4. The New Sign
  5. Pain And Hate
  6. Awake The Red Lion
  7. Run
  8. Down To The Ground
  9. Haunted
  10. Now I Bleed
  11. Fake Blood
  12. Say Goodnight

Besetzung

  • Bass

    Stefan Reiter

  • Gesang

    Hans-Jürgen Moitzi

  • Gitarre

    Stefan Lanz, Roland Sattler

  • Schlagzeug

    Markus Zuber

Sonstiges

  • Label

    Massacre Records

  • Spieldauer

    37:49

  • Erscheinungsdatum

    28.06.2013

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