Mittlerweile geht das Soloprojekt Alexander von Meilenwalds in die vierte Vollzeitrunde, und so genau weiß man bei dem Multiinstrumentalisten ja nie, was einen als nächstes erwartet. Mit seinem aktuellsten Werk hat man in punkto Sound die wohl hochglänzendste Variante ausgewählt, denn von der dunklen Schmutzschicht vergangener Tage hört man auf vorliegender, achtundsiebzig Minuten langen Scheibe nichts mehr.
Musikalisch lässt man sich im Jahr 2013 irgendwo zwischen heruntergestimmtem Black Metal, gepaart mit Death- und Funeral-Doom, nieder und baut sparsam sakrale Kirchenorgeln oder Chöre ein. Gerade in den langsamen, härteren Parts macht sich allerdings immer wieder eine Atmosphäre breit, die teilweise an RUNEMAGICK, BOLT THROWER oder gar alten AMON AMARTH erinnern mag, durch die cleangitarrierenden Einlagen allerdings mal eine proggige, mal eine fast Gothic-Metal-artige Aura entsteht.
Im Prinzip nicht die schlechtesten Voraussetzungen für ein Album mit hohem Interessanzpotential, doch Meilenwald vermag die überlangen Songs auf diesem Album nicht so recht mit Spannung zu füllen. Stattdessen wirkt die für THE RUINS OF BEVERAST nicht unübliche Ausgedehntheit der Stücke auf „Blood Vaults“ extrem prätentiös. Auch was die Kreativität des Musikers angeht, zeigt sich ein eher ernüchterndes Bild.
FAZIT: Es wird sicherlich so manche Zeitgenossen geben, die diese gähnende Langeweile intellektualisieren und den geistig angeblich mit Minderkapazität Ausgestatteten vorzuhalten versuchen, sie verstünden diese Musik nicht. Also steckt sich der Rezensent schon einmal vorsorglich debil dreinschauend den rechten Zeigefinger ins linke Nasenloch.
Punkte: 6/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 09.09.2013
Alexander von Meilenwald
Alexander von Meilenwald
Alexander von Meilenwald
Alexander von Meilenwald
Alexander von Meilenwald
Alexander von Meilenwald
Ván Records
78:25
06.09.2013