Das dritte Werk der Amerikaner ist eigentlich nichts weiter als die Fortführung dessen, was mit den beiden Vorgängern initiiert wurde. Zwischen positiver Melancholie und guter Laune hin und her springend, scheint man sich mit dieser Scheibe beinahe um die neue Hintergrundmusik für den nächsten vodafone-Werbespot zu bewerben.
Irgendwo zwischen EMPIRE OF THE SUN, WEEZER, späten GREEN DAY, PIXIES und gar THE GASLIGHT ANTHEM haben sich diese Jungs aus Ohio eine kleine musikalische Nische gesucht, die trotz der Variabilität nun nicht gerade revolutionär tönt, doch herrlich unanbiedernd und locker daherschrammelt. Das ist im Falle von „Awkward Breeds“ jedoch gleichermaßen Fluch und Segen.
Denn einerseits zaubert einem das kompetent vorgetragene, nicht gerade anspruchslose Songkollektiv ein Lächeln ins Gesicht, doch andererseits ist es dermaßen „lieb“ und „bequem“ produziert worden, dass es trotz seiner überdurchschnittlichen Qualität schnell zur Nebenbeibeschallung mutiert.
FAZIT: So wie's ist, ist's nett. Mit mehr Dreck und Ecken und Kanten und Rotz wär's bombastisch.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.05.2013
Steve Ciolek, Matt Climer, Matt Scheuermann, Ryan Starinsky
Side One Dummy
41:42
19.04.2013