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The Sounds: Weekend

Stil: Indie / Dance Punk

Cover: The Sounds: Weekend

Im 15. Jahr ihres Bestehens versuchen THE SOUNDS, den abbröckelnden Lack ihrer Musik (der per se juvenile Indie der Truppe beißt sich mit dem Altern ...) von FUDGE TUNNELs Alex Newport als federführendem Produzenten kleben zu lassen ... mit mäßigem Erfolg.

"Weekend" zeigt nichts neues in Schweden und anderswo: Die einleitende Video-Single "Shake Shake Shake" gibt das Programm vor, das THE SOUNDS seit Beginn ihrer Laufbahn nicht umgeschrieben haben. Dance Punk mit wippenden Bässen steht mit "Panic" oder "Emperor" weiterhin im Vordergrund, wozu sich Sängerin Maja zur Debbie Harry für die Neuzeit ("Animal") geriert. Kommerzieller Eighties-Wave der Marke "Hurt The Ones That I Love" oder "Great Day" (das eingesetzte Banjo ist hier der interessante Kniff eines an fehlenden Ideen kränkelnden Tracks) soll mit melancholischer Note eventuell den Schwerpunkt vom allzu Heiteren verschieben, doch wenn der Schneid des rotzigen "Outlaw" wiederum von den krampfigen Retro-Keyboards relativiert wird, verspielt die Combo die Chance, einen wirklich alternativen Weg einzuschlagen, zumal die Produktion des Gesangs manchmal unschön künstlich klingt (Beispiel: das ansonsten schnittig surfende "Take It The Wrong Way").

Das hübsch balladeske Shoegaze-Titelstück gefällt am besten; dessen ungeachtet müssen sich die Musiker und ihre Frontfrau etwas einfallen lassen, denn "Too Young To Die" und "Young And Wild" geht bald in keinem Fall mehr.

FAZIT: "Weekend" verdeutlicht wieder einmal, wie begrenzt die Halbwertszeit von auf ewige Jugend schielender Indie-Mucke ist. THE SOUNDS klingen streckenweise aufgesetzt party-freudig, wohingegen die bedächtigeren Momente eigentlich nicht ihre Sache zu sein scheinen, nimmt man das eigene Achselzucken beim Hören zum Maßstab. Einer nachgewachsenen Generation dieses Stils zugetaner Hörer mag dies egal sein, aber nüchtern betrachtet ist das hier Hausmannskost, die anderswo und im eigenen Haus der Band ("Crossing The Rubicon") schon besser verbrochen wurde.

Punkte: 6/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 04.11.2013

Tracklist

  1. Shake Shake Shake
  2. Take It The Wrong Way
  3. Hurt The Ones That I Love
  4. Weekend
  5. Great Day
  6. Outlaw
  7. Too Young To Die
  8. Panic
  9. Animal
  10. Emperor
  11. Young And Wild

Besetzung

  • Bass

    Johan Bengtsson

  • Gesang

    Maja Ivarsson, Felix Rodriguez, Jesper Anderberg

  • Gitarre

    Felix Rodriguez, Jesper Anderberg

  • Keys

    Jesper Anderberg

  • Schlagzeug

    Fredrik Blond

Sonstiges

  • Label

    Arnioki / INgrooves / Rough Trade

  • Spieldauer

    41:23

  • Erscheinungsdatum

    08.11.2013

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