Die aus dem kalifornischen Walnut Creek stammenden THE STORY SO FAR lieben es fett, hochmelodisch und verspielt - zumindest entsteht dieser Eindruck, wenn man sich den Zweitling „What You Don't See“ zu Ohren führt.
Meist frohsinnig und im jugendlichen Saft stehend, powern die Boys um Sänger Parker elf metallisch produzierte Nummern durch die Boxen, die gelegentlich auch eine positive Form der Melancholie versprühen. Dann und wann sind sich die Amerikaner auch nicht zu schade, extrem poppig zu werden, den Alternative-Sounds Einzug zu gewähren oder auch mal eine Ecke Emo mit einfließen zu lassen.
Egal, welche wilden Haken ihre Songs schlagen: Es bleibt alles stets überschaubar und nachvollziehbar, die starken Melodien halten die Stücke zusammen wie Superkleber - und dieser Superkleber setzt sich auch in den Ohren fest.
FAZIT: Lasst es uns kurz halten: THE STORY SO FAR machen mit „What You Don't See“ deutlich, dass melodischer US-Punkrock nicht zwangsläufig banale Hau-Ruck-Kost für Kids sein muss. Denn ganz das Gegenteil ist hier der Fall: Hier nimmt man als Hörer verdammt viel mit.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.03.2013
Kelen Capener
Parker Cannon, Kevin Geyer
Kevin Geyer, William Levy
Ryan Torf
Pure Noise Records
29:53
26.03.2013