Diese Stockholmer tragen den Terminus Emo freimütig auf der Zunge und sind stolz auf ihre Einflüsse - logisch also, dass man selbige allzu deutlich hört, was diese Einstands-EP zur zwiespältigen, weil eigentlich erlässlichen Angelegenheit macht.
Wie lenkend Combos wie RISE AGAINST aktuell oder SAMIAM vormals auf die Punk-Szene einwirken, zeigt sich am Sound von THE WAY THEY RUN allzu deutlich. Die eigentlich aus erfahrenen Mitgliedern bestehende Band fügt der Melo-Szene nichts hinzu außer vier durchschnittlichen Songs zwischen US-College-Rock und Halfpipe, die dem Sound ihrer Helden allzu sklavisch verhaftet sind.
Am besten gefällt das jubilierende "For Us Drifters" und der melancholische Charakter - was sonst? - der Tracks generell, doch einen Mehrwert besitzt "Safe Haven" nicht. Für Komplettisten.
FAZIT: "Safe Haven" passt trefflich als Überdachung des Stils von THE WAY THEY RUN. Die Gruppe sucht Obhut bei offensichtlichen Größen und bleibt dabei zwar nicht kriecherisch klein, aber doch unerheblich im Vergleich zu ihren Nachbarn ATLAS LOSING GRIP.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 13.10.2013
Ted
Claes
Viktor
Viktor
Black Star Foundation
15:35
14.10.2013