Zurück

Reviews

Dreadful Minds: Love Hate Lies

Stil: Melodic Metal

Cover: Dreadful Minds: Love Hate Lies

Das kann man mal einen langen Atem nennen: Das erste Demo der DREADFUL MINDS aus dem rheinlandpfälzischen Worms erschien 1995, und nach einigen weiteren Demos und einem nicht veröffentlichten Album („Broken“, 2005) dauert es bis Ende 2014, ehe das „Love Hate Lies“ betitelte Debütalbum endlich das Licht der Welt erblickt.

Geboten wird dabei melodischer Heavy Metal, der immer wieder progressive Schlenker macht. Als grobe musikalische Richtung mögen Bands wie BALANCE OF POWER, die Früh-Neunziger-Jahre-Version von FATES WARNING in noch melodischer, QUEENSRYCHE, JESTER’S MARCH oder VANDEN PLAS gelten. Hier und dort gelingt es dem Sextett auch, ein paar moderne Sequenzen einzustreuen, ohne, dass es negativ auffallen würde. Sänger Holger Weckbach liegt stimmlich irgendwo zwischen Ray Alder (FATES WARNING), Andy Kuntz (VANDEN PLAS) und Gary Hughes (TEN) und passt mit seiner angenehmen Singstimme gut zum warm temperierten, gut austarierten Gesamtsound der Pfälzer. Hoch anzurechnen ist den DREADFUL MINDS auf jeden Fall, dass die unbestritten vorhandenen musikalischen Fähigkeiten zugunsten des Songs nicht in den Vordergrund gestellt werden; ausufernde Soloeskapaden finden hier also nicht statt – was das Album trotz einer stattlichen Länge von deutlich mehr als einer Stunde durchaus kompakt erscheinen lässt.

FAZIT: Was lange währt, wird endlich gut? Im Falle von „Love Hate Lies“ gilt das in jedem Fall. Wer auf progressiv angehauchten Melodic Metal steht – und somit erwiesenermaßen ein musikalischer Feinschmecker ist – der dürfte an dem DREADFUL-MINDS-Debüt seine helle Freude haben.

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 03.12.2014

Tracklist

  1. The Growing Fear
  2. Your Love Was A Lie
  3. Lost My Heart
  4. Silent Tears
  5. Place Of Silence
  6. Breaking Circles
  7. Edge Of Sanity
  8. Changing Memories
  9. Left
  10. Sixty Feet Under
  11. Caught In Illusion
  12. What U Give Is What U Get
  13. Reborn
  14. Wake Up

Besetzung

  • Bass

    Jens Freudenberg

  • Gesang

    Holger Weckbach

  • Gitarre

    Christian Wolf, Rainer Weckbach

  • Keys

    Uli Schlegel

  • Schlagzeug

    André Tischler

Sonstiges

  • Label

    Phonector/Pure Steel

  • Spieldauer

    64:38

  • Erscheinungsdatum

    05.12.2014

© Musikreviews.de