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Drey Principia: Sal Sulphur Mercur

Stil: Kraut / Drone / Doom / Psych

Cover: Drey Principia: Sal Sulphur Mercur

Der Name ist Programm: das deutsch-österreichische Projekt, bei dem sich keineswegs unbeschriebene Musikerblätter tummeln, befasst sich auf seiner ersten Veröffentlichung (50 Tapes) konzeptionell mit den drei Prinzipien der Spagyrik, also dem Einsatz der Alchemie im medizinischen Alltag, wenn man so will.

"Sal" ist zunächst ein Synthesizer-Drone mit rezitiertem Sprechtext , wird dann aber lebendiger mit Gitarren und eindringlich beschwörendem Gesang, ehe es auf ambivalente Weise ausklingt. Überhaupt ist die Stimmung von "Sal Sulphur Mercur" schwer fassbar beziehungsweise lässt sich mit schnöden adjektiven wie düster oder hypnotisch nur unzureichend beschreiben, auch wenn beides irgendwie zutrifft.

"Sulphur" sticht aufgrund seines markanten Gitarrenmotives hervor und bietet ansonsten subtiles Trommeln nebst verhuschter Stimme, ehe "Mercur" den erwartbaren Höhepunkt abgibt: Flötentöne hinter rauem, halb geschrienen Gesang, eine insgesamt sehr dichte Atmosphäre bis zum Höhepunkt hin, nachdem alles zusammenzubrechen scheint. Gezupfte Akustikgitarre mit Scharren im Hintergrund ist alles, was zurückbleibt und Lust auf mehr von diesem widerborstigen, aber gar nicht sperrigen Stoff.

FAZIT: DREY PRINCIPIA sind vielleicht so etwas wie ein zur Band gewordener Brückenschlag zwischen Kraut Rock und okkulter Bildersprache, in jedem Fall aber eine dicke Empfehlung für Klangforscher wert, ohne dass diese in Kommunen leben oder alte Folianten wälzen müssten.

Erschienen auf www.musikreviews.de am 20.03.2014

Tracklist

  1. Sal
  2. Sulphur
  3. Mercur

Besetzung

  • Sonstiges

    K. Makiri, Alex K., Berthold Percht

Sonstiges

  • Label

    Hauruck!

  • Spieldauer

    17:44

  • Erscheinungsdatum

    21.02.2014

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