Diese Schweden mögen es roh und schnell. Nein, ROH und SCHNELL. Auf ihrem zweiten Album "Violent Procreation" thrashen sie sich in Amphetamingeschwindigkeit durch neun Songs, die sich kaum auseinanderhalten lassen. Hier und da streuen sie etwas Midtempo, Verzeihung: Medium-Up-Tempo zum Headbangen ein, ansonsten geht nur Rotor.
Wie damals bei KREATOR und SODOM steckt mindestens so viel Death wie Thrash Metal in den Riffs, und Frontmann Fredrik Pellbrink (Vocals, Gitarre) schreit sich die Stimmbänder blutig. Das macht Laune, doch die anfängliche Begeisterung verfliegt schnell: Abgesehen von der irrwitzigen Aggression haben die Songs überhaupt keinen Wiedererkennungswert. Auch nach mehrmaligem Hören wollen sich keine Highlights herauskristallisieren – das große Problem, wenn man auf Refrains scheißt. ENTRENCH hätten statt neun Songs auch einen einzigen langen Track aufnehmen können, es würde niemandem auffallen.
FAZIT: Death Thrash wie von früher, gut gemacht, geht ab wie Sau, bleibt nicht hängen.
(Drummer Victor Holmström ist nach den Aufnahmen zum Album gestorben. R.I.P.)
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.11.2014
Joel E. Sundin
Fredrik Pellbrink
Fredrik Pellbrink
Victor Holmström
War Anthem
49:37
21.11.2014