Was für eine Überraschung: Mikael Sandorf ist mit THE DUSKFALL und komplett neuer Mannschaft zurückgekehrt, klingt aber vertraut wie ehedem und – vor allem – vielleicht stärker denn je. “Where The Tree Stands Dead” macht unerhört großen Spaß, vor allem wegen Sänger Magnus Klavborn (Ex-ENGEL), der die Hits (allesamt) auf diesem Album mit seiner wandelbaren Stimme krönt.
Da hätten wir das rasende "To The Pigs", den Stampfer "Farewell", das mechanische "I Can Kill You" mit typisch verschleppten Beats, das fast schwarzmetallische Titelstück, das melancholische "We The Freaks" sowie die beiden nahe am klassischen Melodic Metal stehenden Tracks "Endgame" und "Hate For Your God", nicht zu vergessen das erfrischend typische Gehoppel von "The Charade" und "Burn Your Ghost", ehe "We Bleed" den Sack zumacht.
So lässt sich eine vor Spielfreude und Energie übersprudelnde Scheibe passend flott zusammenfassen. THE DUSKFALL beweisen nicht unbedingt, dass man in diesem Bereich neue Impulse setzen muss, zocken aber auch nicht dröge Schema F durch, wenn es um melodischen Death Metal schwedischer Prägung geht. Das Zeug hier würde auch am Lagerfeuer funktionieren - Stichwort zeitloses Songwriting
FAZIT: Irgendetwas vergessen? Ach ja, THE DUSKFALL können alles, was IN FLAMES seit mindestens zehn Jahren nicht mehr können – toll!
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 10.12.2014
Jonatan Storml
Magnus Klavborn
Ronny Edlund, Mikael Sandorf
Fredrik Andersson
Apostasy / Edel
43:06
28.11.2014