In ihrer noch sehr jungen Karriere haben THE SIXXIES aus Atlanta bereits mit renommierten Produzenten zusammengearbeitet, aktuell TOOLs Klangzauberer Dave Bottrill.
Das frühe Schaffen der Männer um Maynard James Keenan klingt auch auf “Hollow Shrine” an ("Nowhere Close" und allein schon der Basssound auf der gesamten Scheibe), einem geradezu typischen modernen Rock-Album mit Hang zu Epik und Prog gleichermaßen. "Dreamers" zitiert vorneweg den Opern-Zinnober von MUSE, und Sänger Vladdy beherrscht die Rolle des breitbeinig aufgestellten Frontmannes sehr gut. Mit "Home Again" und der Ballade "Forgotten Son" fährt die Band ein wenig zurück, aber es ist nicht so, dass sie insgesamt prollig wirken würde.
Gerade in der zweiten Hälfte finden sich eine Menge weniger kalkuliert klingender Tracks, was unter taktischen Gesichtspunkten keine schlechte Entscheidung war. Das flirrende "Opportune Time" und der schwebende Abschluss "Weeping Willow Tree" (Post Rock trifft auf Americana?) sind tatsächlich die stärksten Stücke von THE SIXXIES zu diesem Zeitpunkt ...
FAZIT: ... einer guten Band, die den für sie reservierten Superlativen aber noch nicht gerecht wird. Klassischer Fall von übermütigen Promotern
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 10.09.2014
Paul Sorah
Vladdy Iskhakov
Mark Golden, Josh Baker
Cameron Allen
Glassville / Soulfood
45:03
12.09.2014