Sehr nach den 1990ern klingt die Musik der Debütanten THE MÆNSION aus Los Angeles, die dabei dennoch von „FutuRock“ sprechen.
“Ævolution” basiert auf breitbeinigen Riffs, sphärischen Keyboards und der zudringlichen Stimme von Bandkopf Mark Mænsion, der irgendwie alle wesentlichen Alternative-Frontleute der letzten 20 Jahre miteinander vereint, sei es Maynard Keenan (‚Freak‘) oder immer wieder auch Layne Staley. Der Prog-Anteil, den die Band für sich beansprucht, ist ebenso vernachlässigbar wie die Neo Grunge-Schlagseite frappant. Das Pathos bleibt aber außen vor, auch wenn die schwelgerischen Tracks (‚Absolution‘) subjektiv am besten gefallen. Wenn dann in ‚Chrysalis‘ Limp Bizkits Fred Durst mitsingt, wirkt die Chose schon ein bisschen abgegriffen, aber was THE MÆNSION am Ende aus dem unteren Drittel der Qualitätsskala reißt, sind Marks kluge Arrangements gerade in Hinblick auf die synthetische Komponente sowie sein Gespür für Melodien.
FAZIT: Wer Space Rock einmal modern rezipieren möchte, greife zu “Ævolution” und harre der interessanten Dinge, die diese Band in sicherlich spannender Zukunft zu Werke bringen wird.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.09.2015
Green
Mark Mænsion
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36:41
14.07.2015