Zu THE RESISTANCE wurde an dieser Stelle schon ausführlich Stellung bezogen. Die Supergroup mit (Ex-)Musikern von u.a. IN FLAMES, HAMMERFALL und THE HAUNTED spielt schwedischen Death Metal mit Hardcore-Kante, was die Sache besonders stumpf, aber leider auch ziemlich uninteressant macht. Aber die Schweden lassen sich nicht so leicht von ihrem Weg abbringen und waren mit neuem Bassisten wieder im Studio.
Der Wiedereinstieg Marco Aros bei THE HAUNTED dürfte zu den Gründen gehören, warum bei dieser Studiosession lediglich sechs neue Songs zustande gekommen sind. Die Songs fallen im Vergleich zum bisherigen Schaffen kürzer und kompromissloser aus, weil der melodische Death Metal völlig verschwindet und die Musiker sich ausschließlich dem Mix aus schwedischen Death Metal-Gitarren und böllerndem Hardcore hingeben. Nur leider bleiben dabei auch die letzten Widerhaken auf der Strecke, die ohnehin schon rar gesät waren. Wirklich erinnerungswürdig ist keiner der neuen Songs.
Befremdlich wirkt darüber hinaus die Entscheidung die EP mit vier weiteren, bereits bekannten Songs zu ergänzen. Ökonasen wie unverbesserliche Kapitalisten freuen sich über die Eindämmung der Verschwendung von CD-Platz, über EP Nr.1 mit einer Spielzeit von zwölf Minuten hat sich aber auch niemand beschwert. Die Band will sich mit den Bonus Tracks wahrscheinlich etwas facettenreicher zeigen, als es die neuen Songs vermuten lassen und im direkten Vergleich erfahren diese tatsächlich eine kleine Aufwertung, aber wer Fan ist, der hat die Songs eh schon zuhause stehen. Wahrscheinlich wappnet sich das Quintett für die anstehenden Sommergigs, ansonsten ist der Grund für diesen Release nicht zu erkennen.
FAZIT: THE RESISTANCE verabschieden sich für ihre neue EP von jeglichen Melodien und rödeln sich stumpf wie langweilig durch sechs neue Hardcore/Death Metal-Quickies. Schon vorher gab es nicht viel Erinnerungswürdiges auf den Bandveröffentlichungen zu hören, doch im Vergleich zum neuen Material wirken die vier bereits bekannten Songs, die der EP ohne ersichtlichen Grund beigefügt sind, deutlich interessanter und ausgegorener.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 27.02.2015
Robert Hakemo
Marco Aro
Jesper Strömblad; Glenn Ljungström
Christofer Barkensjö
earMUSIC
27:45
27.02.2015