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Desolated: The End

Stil: Hardcore / Metalcore

Cover: Desolated: The End

Diese britischen Brutalos gehen mit reichlich Vorschusslorbeeren ins Rennen. Der metallische Hardcore von DESOLATED wurde druckvoll inszeniert und klingt mitunter wie BIOHAZARD mit noch dickeren Klöten, also ist der Band ein gewisser Hip-Hop-Anspruch ("Relapse) nicht abzusprechen.

"The End" gemahnt an Zeiten, da sich Truppen wie SICK OF IT ALL vor einem Crossover-Publikum behaupten konnten, also an die seligen 1990er, gleichzeitig da die Produktion deutliche New-Metal-Tendenzen aufweist … Stichwort Kellergitarren-Riffs.

So zeichnen sich DESOLATEDs Songs durch schleppende Breakdowns vom Fiesesten (und klischeehaftesten) aus, weshalb sie auch etwas Tempo vertragen könnten, denn selbst wenn die Scheibe nur 25 Minuten dauert, wird man das Hüpfen nach spätestens einem drittel der Spielzeit leid.

Letztlich setzt die Band zu einseitig auf schiere Klanggewalt, denn Hooks sind Fehlanzeige, und Groove alleine funktioniert nur eine bestimmte Zeitlang. Wer Metalcore im ursprünglichen Sinn liebt, dem dürfte "The End" zumindest rein stilistisch gefallen. Nüchtern betrachtet fehlen der Scheibe die guten Songs. Da war die neuste FALLBRAWL aus dem selben Label-Haus spannender.

FAZIT: Mittelmäßiges New-School-Gehopse, gleichwohl ohne Peinlichkeiten, aber auch bar jeglicher Lieder, die nächste Woche noch Interesse wecken. Lyrics? Egal.

Punkte: 7/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.02.2016

Tracklist

  1. The Beginning
  2. Numb
  3. Therapy
  4. Invasion
  5. Olanzapine
  6. Withdrawal
  7. The End
  8. Out Of Luck
  9. Relapse
  10. Psychosis

Besetzung

  • Bass

    Jake Marlowe

  • Gesang

    Paul Williams

  • Gitarre

    Rich Unsworth, Drew Harper

  • Schlagzeug

    Tommy Defelice

Sonstiges

  • Label

    BDHW / Soulfood

  • Spieldauer

    24:38

  • Erscheinungsdatum

    05.02.2016

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