Der Titel dieses Albums lässt in unangenehme weise auf Bierschiss-Mucke schließen, aber DOG 'N' STYLE schlagen sich ihrem dämlichen Namen zum Trotz recht gut, was gutgelaunten Hardrock angeht, der klanglich wie von seiner Attitüde her auf Aktualität gebürstet ist.
Die Elsässer mögen sich auf alte Rock-Werte berufen, haben "Pub's Calling" aber zackig produzieren lassen und zeigen sich breitbeinig aufgestellt, wenn sie ihre offengestanden arg klischeehaften und häufig nichtssagenden Parolen herausposaunen. Sänger Greg Hal kehrt den harten Mann aber überzeugend hervor und klingt durchgängig sympathisch, auch wenn er kein Charismabolzen ist.
Die US-Modern-Rock-Dünkel von beispielsweise "Never Trust An Asshole" (Referenzen? STONE SOUR und Co., bloß lange nicht so gut) muten vor dem Hintergrund des Rests allerdings unstimmig an, fallen aber insofern nicht stark ins Gewicht, als DOG 'N' STYLE keine absoluten Reißer hinbekommen.
Durchaus zwingend gestalten sich der Hüpfer "Pretty Fly", die peitschende Hymne "Night Losers" und das mit singenden Leads ausgestattete "I Did Something Bad" als Ohrwürmchen der Scheibe, nicht zu vergessen der unterhaltsam groovende letzte Song "Couple Of Beers". Im Großen und Ganzen könnte man von Stoner Rock sprechen, weshalb zur Abwechslung Banjo-Klänge wie in "Running Out" mit offenen Armen entgegengenommen werden. Gleichförmigkeit, das ist immer eine Geißel von Bands aus diesem Bereich ...
FAZIT: Gutes Rockalbum, auch wenn DOG 'N' STYLE keine Innovatoren oder Hitschreiber sind.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.09.2016
Robin Rob's
Greg Hal
Greg Hal, Yan Pierrat
Boub Tchak
Dooweet
38:12
02.09.2016