DUEL stammen aus dem texanischen Austin, einer ausgewiesenen Musikerstadt, und frönen einem vergleichsweise selbstgenügsamen Stil: "Garagiger" Rock mit psychedelischen wie "stonerigen" Untertönen steht auf der Agenda der Band, womit sie gut zu ihrem Label passt und Urvätern aus dem eigenen Land huldigt, als da wären …
… allen voran BLUE CHEER und PENTAGRAM, gleichwohl verbunden mit der Energie von MC5, wozu auch die entschieden "vintage" klingende Produktion von "Fears Of The Dead" passt. Basser Shaun und Drummer JD grooven mitunter sehr geil miteinander ("This Old Crow"), wobei ersterer auch ein treffliches Duo mit seinem Gitarren-Kompagnon Tom Franks bildet. Manchmal gewinnt man den Eindruck, da stünde ein jüngerer Glenn Danzig am Mikro ("Electricity"), doch bei DUEL wird ebenso wenig verkrampft "geknödelt" wie bemüht irgendeinem Vorbild gehuldigt.
Die Bezüge zu den Vorreitern treten sicherlich deutlich zu Tage, aber am Ende zählt der Gehalt der Songs an sich, und dahingehend sind DUEL auf jeden Fall solide aufgestellt: Das mittige platzierte "Fell To The Earth" ragt als geradezu progressiver Ausreißer ebenso heraus wie der leicht überlange Abschluss "Locked Outside", mit dem sich die Band nicht aus der Ruhe bringen lässt. Grundsolide eben in allen Belangen.
FAZIT: DUEL stellen keine Aufsehen erregende, aber dennoch stimmige Ergänzung zum Retro-Treiben dar, indem sie den oftmals dudeligen Siebzigern ein wenig Punk zurückgeben, ohne gleich in schrille Sphären zu entschweben, so wie es SATAN'S SATYRS etwa tun. Die sind allerdings wiederum einen Tick spannender.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 09.02.2016
Shaun Avants
Tom Frank, Shaun Avants
Tom Frank, Derek Halfmann
JD Shadowz
Heavy Psych / Cargo
38:55
12.02.2016