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Dust: Soulburst

Stil: Hard Rock

Cover: Dust: Soulburst

Auf ihrem zweiten Album tut sich bei DUST entwicklungstechnisch nichts: Der Retro-Rock der Schweden zeichnet sich immer noch durch die an Glenn Hughes gemahnenden Soul-Stimme ihres Frontmannes aus, während stilistisch der Heavy Blues regiert.

Die Spielkultur ist wie für Skandinavier üblich recht hoch ('Keltic Wheel'!), die Freude der Musik an dem, was sie tun, hörbar authentisch, und der Zitatschatz beachtlich. Nach dem programmatischen Faustschwinger "Sun Rising" sagen in "King Is Coming AC/DC hallo, ehe "Waiting For You" auf über sieben Minuten - es ist das längste Stück - die epischen WHITESNAKE-Balladen wiederaufleben lässt, wobei der "Uh"-Chorgesang besticht und so gar nicht zum speckigen Rocker passen möchte, den man beim Hören der Gruppe bislang vorm geistigen Auge hatte.

Wie dem auch sei, am Proto-Metal schrammen DUST wiederholt, vor allem mit dem flotteren Feger "Soul Stealer", das auch bei DIO nicht fehl am Platz gewesen wäre (zumal Solander hier ähnlich beschwörend singt wie Ronnie), und dass "Soulburst" keinen vordergründigen Hit enthält, darf man der Band insofern positiv anrechnen, weil sich die Scheibe deshalb nicht schnell abnutzt.

FAZIT: Überraschungsarm, aber schreiberisch überdurchschnittlich und spielerisch über alle Zweifel erhaben rocken DUST piekfein durch den blauen Rock-Garten, legen eine gehörige Härte an den Tag und ziehen mit ihrem Sänger ein ums andere Mal die Trumpfkarte. Ehrlich, wäre der gute Mann nicht da, müsste man die Combo als eine unter vielen ansehen.

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 27.05.2016

Tracklist

  1. Sun Rising
  2. King Is Coming
  3. Come On!
  4. Waiting For You
  5. Bad Boy
  6. Free
  7. Soul Stealer
  8. Keltic Wheel
  9. Blind

Besetzung

  • Bass

    Bernt Ek

  • Gesang

    Roger Solander

  • Gitarre

    Johan Niskanen

  • Schlagzeug

    Örjan Englin

Sonstiges

  • Label

    Attitude

  • Spieldauer

    41:37

  • Erscheinungsdatum

    20.05.2016

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