Zurück

Reviews

Gruesome: Dimensions Of Horror (EP)

Stil: Death Metal

Cover: Gruesome: Dimensions Of Horror (EP)

Dass Matt Harvey ein Hans Dampf in allen Gassen und ganz nebenbei überzeugender Sympathieträger ist, ist wahrscheinlich kein ganz großes Geheimnis. Neben seiner Hauptband – Hauptjob wäre bei dem Enthusiasmus des Mannes einfach das falsche Wort – EXHUMED schicken sich auch GRUESOME an, eine echte Größe im Death-Metal-Zirkus zu werden.

Die aktuellen sechs Songs setzten den Weg fort, den man letztes Jahr mit dem Debüt „Savage Land“ begonnen hat. Formidabler Old-School-Death-Metal, der mehr als einmal die seligen DEATH durchblicken lässt, lautet die unverwüstliche Weltformel. Dass auf ihr mittlerweile mehrere Dekaden Musikgeschichte aufbauen, interessiert im speziellen Fall nur am Rande, da man einfach mit Begeisterung bei der Sache ist und ein ausgefeiltes Songwriting mit guten Hooklines zelebriert. Da wird Harveys Ausflug zu DEATH TO ALL anno 2013 sicher seine Spuren hinterlassen haben.

Auf dem Seziertisch sind die ersten drei Songs Oberklasse, die folgenden gut, aber ihnen fehlt ein klein wenig der Mitgröhl-Effekt, der vor allem „Raped By Darkness“ innewohnt. „Forces Of Death“ als Opener sollte wegen seiner Geschwindigkeit und Thrash-Lastigkeit Erwähnung finden, die hier zu findenden ansatzlosen Geschwindigkeitswechsel ziehen sich aber durch die ganze EP und machen sie in der Summe zu einem Werk der Spitzenklasse.

FAZIT: Death Metal alter Schule, hier Oberschule. Erwartet einfach keine Neuerungen nach 32 Jahren DEATH Metal, aber auch keine Gefangenen. Die werden hier definitiv nicht gemacht.

Erschienen auf www.musikreviews.de am 03.06.2016

Tracklist

  1. Forces Of Death
  2. Raped By Darkness
  3. Amputation
  4. Hellbound
  5. Seven Doors
  6. Dimensions Of Horror

Besetzung

  • Bass

    Robin Mazen

  • Gesang

    Matt Harvey

  • Gitarre

    Matt Harvey, Dan Gonzalez

  • Schlagzeug

    Gus Rios

Sonstiges

  • Label

    Relapse Records

  • Spieldauer

    19:36

  • Erscheinungsdatum

    20.05.2016

© Musikreviews.de