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The Hellevator: Abysmal

Stil: Melodic Death Metal

Cover: The Hellevator: Abysmal

Ja, 2014 ist lange her, aber besser spät als nie: THE HELLEVATOR aus Flörsheim am Main bringen bzw. brachten mit ihrer EP „Abysmal“ einen anregenden Melodeath-Appetithappen unters Volk.

Nach dem akustischen Intro „Descending“ geht es mit „Hell Awaits“ ordentlich zur Sache. Auf zwar melodischen aber beinharten Riffs kann sich Sänger Oliver Haug bestens austoben. Sein Alternieren zwischen säuregetränktem Kreisch-Gesang und tiefen Growls ist beeindruckend und macht Freude beim Zuhören.
Während „Hell Awaits“ noch etwas einfach gestrickt daher kam, lassen THE HELLEVATOR mit „A Lucid Nightmare“ keine Wünsche mehr offen und verbinden Komplexität mit Schnelligkeit, Aggression und Atmosphäre. Immer wieder brechen sie das Dickicht aus voranpreschenden Riffs und geifernden Vocals auf, lassen sich davontreiben, öffnen den Song für Melodie und Stimmung, ohne sich dabei zu verzetteln. Gefällt!
„The Bloodshed“ zeigt die gleichen Qualitäten wie sein Vorgänger, vermeidet es aber, zu ähnlich zu klingen und wartet nebenbei noch mit einem eingängigen Aggro-Refrain auf.
Mit der abschließenden Akustiknummer „Tanscending“ muss der Hörer die Hölle auch schon wieder verlassen – per Aufzug versteht sich.

FAZIT: „Abysmal“ macht Laune, ist knackig produziert, ersäuft nicht in (Synthesizer-)Kitsch, klingt energetisch-melodisch, erinnert an z.B. THE BLACK DALIAH MURDER, ist zwar kein Meisterwerk, macht aber Lust auf – halt!
Mehr gibt’s auch schon: „The Prophecy“ ist das erste Album von THE HELLEVATOR, ist vor etwa einem Jahr erschienen und bringt ihre Stärken auch auf mehr als drei Songs bestens zur Geltung.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 03.10.2016

Tracklist

  1. Descending (Intro)
  2. Hell awaits
  3. A Lucid Nightmare
  4. The Bloodshed
  5. Transcending (Outro)

Besetzung

  • Bass

    Marc Herth

  • Gesang

    Oliver Haug

  • Gitarre

    Dominik Susenberger, Volkan Göksel

  • Schlagzeug

    Gordon Bartels

Sonstiges

  • Label

    Eigenvertrieb

  • Spieldauer

    19:16

  • Erscheinungsdatum

    16.06.2014

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