Fuzz-Bässe, hämmernde Drums und staubtrockene Riffs vereinen sich bei THE K. anders, als es ihre Herkunft Belgien vermuten lässt, nicht zu wirrem Frenchcore, sondern zu löblicherweise kompaktem Noise Rock mit dem Spirit von FUGAZI oder BIG BUSINESS, wobei kompositorisch zwar noch ein wenig Luft nach oben ist, aber Frontmann Sébastian von Landau verfügt über eine charismatische Stimme, die das Trio schon jetzt hervorstechen lässt.
Im Laufe der zehn Stücke von “Burning Pattern Etiquette” kracht es aber nicht nur hart und energisch, sondern reißt auch schleichend düster mit (‘Priggish’) und beeindruckt durch eine beachtliche Unberechenbarkeit, die man womöglich gar auf Einflüsse von Refused zurückführen kann. Als Beleg dafür gilt ‘The Mermaid Of Venice’, das neben dem schleppenden ‘Bland Young Man’ stärkste Stück dieser Scheibe, die weniger Lärm-Zwischenspiele vertragen hätte.
FAZIT: Ausbaufähiges, aber einiges versprechendes Konstrukt aus alternativer Musik im besten Sinn nach dem Verständnis der 1990er.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 09.06.2016
Geoffrey Mornard, Sebastien von Landau, Sigfried Burroughs
Jaune Orange / PIAS
35:35
03.06.2016