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The Resistance: Coup de Grâce

Stil: Death / Thrash / Hardcore

Cover: The Resistance: Coup de Grâce

Rob Hakemo von M.A.N. ersetzt Alex Losbäck Holstad am Bass, Daniel Antonsson (ex-SOILWORK, DARK TRANQUILLITY) den Gitarristen Glenn Ljungström, womit Jesper Strömblad zwar seinen Ex-Kompagnon von IN FLAMES und DIMENSION ZERO vermisst (oder auch nicht), aber stilistisch bei THE RESISTANCE alles beim Alten lässt.

Nüchterne Kenner des Debüts wissen, dass das nichts Gutes bedeutet, und tatsächlich stellt sich "Coup de Grâce", das zweite Album der vermeintlichen Allstars aus Schweden, keineswegs als fulminanter Handstreich heraus, sondern als einseitige Aggro-Angelegenheit, die dem Vermächtnis der Beteiligten Schande bereitet.

Die Scheibe ist ein klangloch zweifellos fettes (!) Einerlei aus austauschbaren Riffs und Marco Aros (THE HAUNTED) ausschließlich hysterischem bis schlicht gefülllos barschem Organ. Der Brüllwürfel beweist bei seiner Hauptband, dass er mehr drauf hat, doch das liegt wohl auch daran, dass die Björler-Twins bessere Songwriter sind als die Instrumentalisten hinter THE RESISTANCE.

Eigentlich kann man kaum fassen, dass gerade Strömblad, der an wegweisenden Scheiben - und vor allem Ausbünden an Hooks und Melodien - wie "The Jester Race" beteiligt war, so einen drögen, vorschnell und lieblos zusammengeschusterten Unfug verzapft. Die 13 Songs lassen sich derart leicht untereinander austauschen, dass man glaubt, die Gruppe hätte sie innerhalb weniger Tage zusammengeschustert - quasi wie Dan Swanö seinerzeit seine DEICIDE-Blaupause INFESTDEAD … bloß mit dem Unterschied, dass er diese "Brotarbeit" freimütig zugegeben hat, ergo:

FAZIT: THE RESISTANCE gehen auch mit ihrem "sophomore" den schnellsten, einfachsten Weg in die Herzen ihrer angepeilten Zielgruppe, indem sie Willkür auf allen Ebenen bezeugen, um einem eigentlich weitaus "bunteren" Erbe gerecht zu werden. So hört sich die optimale Mischung aus skandinavischem Death, Thrash und Hardcore nie und nimmer an.

Punkte: 6/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 27.01.2016

Tracklist

  1. Death March
  2. I Welcome Death
  3. Smallest Creep
  4. Violator
  5. Felony
  6. Death Blow
  7. Resolution
  8. World Order
  9. Enslavement
  10. Art Of Murder
  11. The Venom
  12. The Drowning
  13. As It All Came Down

Besetzung

  • Bass

    Rob Hakemo

  • Gesang

    Marco Aro

  • Gitarre

    Jesper Strömblad, Daniel Antonsson

  • Schlagzeug

    Chris Barkensjö

Sonstiges

  • Label

    Ear Music / Edel

  • Spieldauer

    36:49

  • Erscheinungsdatum

    22.01.2016

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