Zurück

Reviews

Throwers: Loss

Stil: Dark Hardcore

Cover: Throwers: Loss

Noise Rock der besonders lärmigen Art spielen THROWERS aus Leipzig, denn ihrem kantig riffigen Stil lassen die vier Musiker zusätzlich Elemente aus allen Schreigesangs-Sparten angedeihen. Dadurch siedeln sie sich nach knapp fünfjähriger Existenz endgültig im Spannungsfeld Dark Hardcore an, wo sie sich unter den großen Namen wohlfühlen dürften.

"Loss" geht jegliche Originalität ab, doch der emotionale Anspruch bleibt durchweg hoch, worum es auf diesem Feld ja im Besonderen geht. Neuerungen verzeichnen andere, hier dominiert das Impulsive, das Kreatürliche und finsteren Emotionen Erwachsene. In stetig unvorhersehbar bleibenden Kompositionen mit einstweilig rasenden Ausbrüchen ("Der Makel", Stichwort Crust Punk) kommen vor allem Verzweiflung und Existenzangst zum Tragen, aber ganz unterschwellig durchschimmernde Harmonien vermitteln auch so etwas wie Hoffnung, ein minimales Licht am Ende eines pechschwarzen Tunnels.

"Nevermore" am Ende rückt mit Versatzstücken beinahe aus dem Black Metal in die Nähe der fulminanten PHANTOM WINTER, deren Fans sich THROWERS unbedingt genehmigen sollten. Davon abgesehen ist diese Platte eine Steilvorlange für Freunde von DOWNFALL OF GAIA, ALPINIST oder auch FALL OF EFRAFA, wenngleich das Epische auf "Loss" fehlt … und mal nicht vermisst wird. Erfrischend auch, das Artwork mal nicht monochrom, sondern in Rosa (!) zu gestalten …

FAZIT: THROWERS stehen nicht nur innerhalb Deutschlands ganz oben, wenn es um apokalyptische Breitseiten, Hassbatzen, Riffbrocken und andere Floskeln geht, die Musikschreiber gerne heranziehen, um vertonte Katharsis zu beschreiben. Hingehört und geläutert werden!

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.01.2016

Tracklist

  1. Singularity
  2. Der Makel
  3. Karg
  4. Homecoming
  5. Unarmed
  6. Assigning
  7. Nevermore

Besetzung

  • Bass

    Jonas

  • Gesang

    Alex

  • Gitarre

    Kay

  • Schlagzeug

    Gabo

Sonstiges

  • Label

    Golden Antenna / Cargo

  • Spieldauer

    34:31

  • Erscheinungsdatum

    22.01.2016

© Musikreviews.de