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Triangle: Alive & Alert

Stil: Neo Progressive Rock

Cover: Triangle: Alive & Alert

Eigentlich galten TRIANGLE als aufgelöst und waren Geschichte, doch zwölf Jahre später erscheint mit „Alert & Alive“ das dritte Album der niederländischen Band. Leider muss man sagen: Nötig wäre es nicht gewesen.

Der Vergleich mit dem zeitnah erschienen SALVA-Album „sigh of boreas“ liegt nahe, bedienen sich beide Bands ähnlicher Muster. Doch was bei SALVA dank beherzter und lustvoller Herangehensweise, gepaart mit solider (Klang)-Technik hörenswert klappt, geht bei TRIANGLE in die Hose. Zwar gibt es ein paar annehmbar instrumentale Sequenzen, die von melancholischen Gitarrenphrasen und schwebenden Keyboardklängen (wie beim Instrumental „Reunion“) getragen werden, doch ist das Gros der Musik eine eher schmerzhafte Erfahrung. Vom verwaschenen, pappigen Klangbild, dem holprigen Getrommel, den höhepunktlosen Songs bis zum kläglichen Gesang Martijn Paaschens liegt vieles im Argen.

Gerade das Schwächeln Paaschens verwundert ein wenig, lieferte er auf dem Vorgänger „Square The Circle“ doch brauchbare Arbeit ab. Hier passt sich sein wackliger, brüchiger Gesangsstil dem amateurhaften Gesamtkonstrukt an. Manchmal hat man das Gefühl, einer (nicht besonderes gelungenen) Parodie des altbackenen Neoprog der späten Neunziger aufgesessen zu sein. „Alert & Alive klingt, als hätten sich die im Pressetext hofierten ABRAXAS, MARILLION und SATELLITE in einem Abwassertunnel getroffen, um die Reste aus dem Proberaum gemeinsam den Kanal hinter zu spielen.

Wer ganz große Sehnsucht nach dieser Art von neoprogressivem Rock hat, gelegentlich selbst Alben von QUASAR, LEAP DAY (die nach schauerlichem Start mit ihren letzten beiden Werken allerdings die Kurve kriegten. Ein Hoffnungsschimmer für TRANGLE?) oder gar HARNAKIS noch einlegt, kann „Alert & Alive“ eine Chance geben. Euer Rezensent entfernt das bemühte Album jetzt aus seinem Player und bezweifelt, dass es seinen Weg in absehbarer Zeit wieder hineinfinden wird.

FAZIT: Zwölf Jahre später können TRIANGLE nicht zu den beiden Vorgängern aufschließen. „Alert & Alive“ klingt wie eine Hilfeschrei aus einem in Jahrzehnten verschüttgegangenen Neoprog-Grab. Die maue Produktion, spannungsarme Songs (abgesehen von wenigen Ausnahmen), grottiger Klang und kümmerlicher Gesang lassen den Ruf aber ungehört verhallen. Diese Gruft musste nicht zwingend geöffnet werden.

Punkte: 5/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.07.2016

Tracklist

  1. Alert
  2. Reunion (Instrumental)
  3. Aligned
  4. Revealed
  5. Dourbie
  6. 794078
  7. Go
  8. Alert & Alive

Besetzung

  • Bass

    Jan-Willem Verkerk

  • Gesang

    Martijn Paasschens

  • Gitarre

    Roland van der Stoep

  • Keys

    Martijn Paasschens

  • Schlagzeug

    Paul van der Zwaal

Sonstiges

  • Label

    Doone Records/Just For Kicks Music

  • Spieldauer

    59:38

  • Erscheinungsdatum

    10.06.2016

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