DETOUR 33 ist wieder <a href="http://www.humurecords.com/detour33promo.html#vid" rel="nofollow">ein finnischer Musik-Gruß</a> der besonderen Güteklasse für alle, denen Gitarrenmusik – zwischen ruhiger Akustik, etwas Rock, deutlich mehr Americana und ein wenig Jazz sowie ganz viel skandinavisch-verträumte Atmosphäre – gefällt. So, als ritten wir auf ein paar Gitarren dem Sonnenuntergang entgegen.
Eigentlich aber ist „Detour 33“ eine Straße mit einer Kreuzung und an dieser Kreuzung begegnen sich drei Gitarristen. Damit beginnt die Musik-Geschichte von DETOUR 33, die sich 2013 zusammentaten, um Musik zu schaffen, die von Gitarren lebt und Leidenschaft atmet wie in einem Film Noir. Das ist den finnischen Jungs, die zuvor alle schon in bekannten finnischen Bands spielten, mit <a href="http://www.humurecords.com/tamedbyfear.html" rel="nofollow">„Tamed By Fear“</a> auch rundum gelungen. Größtenteils in Midtempo- oder noch ruhigeren Bereichen bewegt sich ihre Musik – immer schön darauf achtend, dass sie vom Sound her ein 70er-Jahre-Retro-Gefühl entwickelt und mit klaren Kanaltrennungen für ausgezeichnete Stereo-Effekte sorgt. Dabei entsteht beim Hören oftmals das Gefühl, die Musiker würden sich unmittelbar in der Wohnstube des Hörers befinden und ihre Gitarren ausgepackt haben, um uns ein Wohnzimmer-Konzert zu präsentieren. Auch erscheinen so die rockigeren Moment in „Back Home“, dem aber auch eine gehörige Prise Melancholie innewohnt, oder „Sleeping With 44“ besonders druckvoll, die bedrohlichen vom Titeltrack „Tamed By Fear“ ganz besonders düster und beängstigend – und erinnern irgendwie an Morricones „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder TITO & TARANTULA während „From Dusk Till Dawn“.
Trotzdem ist „Tamed By Fear“ keine gruselige Musik geworden, sondern ein wahrer Genuss für alle Gitarrenfreunde, wobei eine Laufzeit von noch nicht einmal 24 Minuten doch sehr dürftig ausfällt.
FAZIT: Beeindruckende Gitarrenmusik von DETOUR 33 aus Finnland, mal ganz auf die Klampfen beschränkt, dann wieder breit mit Rock-Instrumentarium dargeboten, welche zugleich Americana sowie das finnische Lebensgefühl in sich vereint und dabei in erster Linie den ruhigeren, atmosphärischeren Klängen hingibt.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 25.02.2017
Juuso Kolho, Aquila Ferreira, Olli Puolakka
Markus Väisänen, Juuso Kolho, Jarkka Rissanen
Janne Mathlin
Humu Records
23:49
24.02.2017