Kein sonderlich origineller Titel, das … Mit Einflüssen aus dem Punnk, Grunge und Metal sind diese Franzosen weder Fisch noch Fleisch, wiewohl sie die "Kunst" des kompakten Songs beherrschen und sich nicht mit irgendwelchem Zierrat aufhalten. Die Retourkutsche dessen ist allerdings ein Einheits-Sound, an dem man sich rasch sattgehört hat.
So radiokompatibel wie 'The Freakshow' und 'Lady Misfits' werden die anderen Stücke zwar nicht, doch insgesamt sind DOPE OÜT eine auf die Masse zugeschnittene Band, die wie ein weniger breitbeiniges Pendant zahlreicher nur unwesentlich mehr aussagender amerikanischer Bands anmutet.
Die Scheibe wurde satt produziert und entbehrt dennoch nicht eines Mindestmaßes an Dynamik. Entgegen der vorübergehenden Zartheit in den besagten Tracks (und während 'Soulmate' als Verschnaufpause) bleibt das Gesamtbild markig hart, leicht prollig und irgendwie egal. Man möchte sich nicht mit den Texten der Gruppe auseinandersetzen, auch wenn sie sich dramatisch inszeniert wie in 'Shooting Gun', dem stärksten Stück dieses arg beliebigen Werks.
Einstweilige Stoner-Anwandlungen machen die unerfreuliche Unbestimmbarkeit von DOPE OÜT noch deutlicher. Da können die Jungs noch so viele Umlaute verwenden, um sich abzuheben.
FAZIT: Alternative Metal bis Rock aus Frankreich, der wenig mehr kann, als souverän abgekupfert und unverbindlich zu klingen.
Punkte: 7/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 17.03.2017
Eigenvertrieb
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03.03.2017