„The Kids Will Know It‘s Bullshit“: Wenn die Kids auch nur halfway alright sind, dann wissens sies, ja. Und lassen die Finger vom neuen, zweiten DUNE RATS-Album.
Denn dieser fade Toast, mag er noch so sehr auf Wildheit und Authentizität gebürstet sein, ist selbiges genauso wenig wie ein Werbespot für Zigaretten.
Während man die konsequent hirnrissigen Texte („Bad girls they do it all the time/That girl is always on my mind“) noch getrost überhören könnte, bringen die DUNIES auch musikalisch wenig bis nichts zuwege: Sänger Danny kräht auf dem lahm stampfenden Instrumentalfundament dem ollen Kurt hinterher, beinahe jeder Songanfang lässt mich an „mom and dad went to a show...“ denken, irgendwann folgt dann die bemüht eskalative Hook, die manchmal („Mary“) wirklich einiges rettet, oder aber, wie viel zu oft, schmerzhaft plump durch die Gegend watschelt („6 Pack“, „Brain Dead“, „Bullshit“).
Ist manches wirklich gruselig („Never Gonna Get High“), so ist anderes zumindest halbwegs erträglich: „Demolition Derby“ oder „Brain Dead“ haben zumindest einen gewissen „Flow“ und wenn schon keine Eleganz, dann zumindest ordentliches Songwriting.
Die meiste Zeit geht dem Album aber genau das ab und so -
FAZIT: - scheppert man sich lahmarschig durch eine halbe Stunde Poppunk-Vorschulprogramm. Zumindest im Album-Format reißt das nicht vom Hocker.
Punkte: 6/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.08.2017
Brett Jansch
Danny Beusa, BC Michaels, Brett Jansch
Danny Beusa
BC Michaels
Ratbag Records/Rough Trade
30:42
07.04.2017