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Molly Hatchet: Let The Good Times Roll

Stil: Southern Rock / Hardrock

Cover: Molly Hatchet: Let The Good Times Roll

Der größte Unterschied dieser beiden satten Live-Mitschnitte der Southern-Rock-Säulenheiligen MOLLY HATCHET besteht im jeweiligen Sänger, denn während 1982 im Los Angeles Palladium Jimmy Farrar am Mikrofon stand, welcher der stilistischen Vielfalt der Band auf ihren seinerzeit jüngsten Alben "Beatin' the Odds" und "Take No Prisoners" gerecht wurde, frontete drei Jahre früher noch Danny Joe Brown die Truppe, als im Agora Ballroom zu Atlanta eine "King Biscuit"-Radiosendung aufgenommen wurde.

Letztere Darbietung ist eine der wenigen, die während jener Phase der Band für die Ewigkeit festgehalten wurden, und den Kauf dieser einmal mehr lieblos aufgemachten Cannonball-Veröffentlichung für Fans zwingend wert, wohingegen Scheibe eins insbesondere solche Hörer anspricht, die der härteren MOLLY-Schiene (höre etwa die Doublebass in 'Let the good times roll') zugetan sind. Farrars oft rauchige Stimme veredelt hier sowohl Epen wie 'Dreams I'll Never See' als auch kompakte Geschosse Marke 'Bounty Hunter'.

Die Version dieses Stücks von 1979 zeigt die deutlich unterschiedliche Ausrichtung der Gruppe zur jeweiligen Zeit auf. Die Verzerrungen tönen harmonischer, und Browns unverkennbares Geknödel ist vorwiegend ein Fall für Southern-Spezis. In puncto Performance nimmt sich die Band allerdings nicht, egal welche Inkarnation man gerade in den Player gelegt hat. Da sich die Überschneidungen der Stücke in Grenzen halten, …

FAZIT: … darf man "Let The Good Times Roll" allen MOLLY-HATCHET-Fans und solchen, die es noch werden wollen, getrost ans Herz legen. Der Reiz dieser Archivaufnahmen besteht in den verschiedenen stilistischen Ausrichtungen der Macher zur jeweiligen Entstehungszeit. Im Verbund ergibt sich daraus eine Sorglos-Paket aus sowohl Proto-Hardrock als auch countryesker Gitarren-Americana. <img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/66b5d2210731474a98de192c10d0d4d1" width="1" height="1" alt="">

Erschienen auf www.musikreviews.de am 11.01.2017

Tracklist

  1. Beatin' the Odds
  2. Let the good times roll
  3. It's all over now
  4. Lady Luck
  5. One Man's Pleasure
  6. Dead Giveaway
  7. Gator Country
  8. Dreams I'll Never See
  9. Flirtin' With Disaster
  10. Bounty Hunter
  11. Bloody Reunion
  12. Boogie no more
  13. Bounty Hunter
  14. Let The Good Times Roll
  15. Gator Country
  16. The Creeper
  17. T For Texas
  18. Big Apple
  19. Dreams I'll Never See
  20. Trust Your Old Friend
  21. The Harp Jam
  22. One Man's Pleasure
  23. Crossroads
  24. Boogie No More

Besetzung

  • Bass

    Banner Thomas

  • Gesang

    Jimmy Farrar, Danny Joe Brown

  • Gitarre

    Dave Hlubeck, Duane Roland, Steve Holland

  • Schlagzeug

    Dave Hlubeck, Duane Roland, Steve Holland

Sonstiges

  • Label

    Cannnonball / Soulfood

  • Spieldauer

    124:34

  • Erscheinungsdatum

    02.12.2016

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